Stadt:Kultur im Park: Fragen gab es fast keine. Die Hektiker zeigten am Donnerstag, wie sich eine „Kabarett-Boyband“ aus den 1990er Jahren auch 2021 bewährt.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 22. Juli 2021 (03:36)
Fifi Pissecker, Werner Sobotka, Viktor Gernot und Florian Scheuba rockten die Bühne im Stadtpark.
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So, als wären sie nur einmal kurz auf Kaffeepause gewesen, präsentierten sich die Hektiker bei Stadt:Kultur im Park. Dabei hatte jeder der vier Herren zumindest in den letzten 20 Jahren eine eigenständige Karriere verfolgt, doch dass Florian Scheuba, Werner Sobotka, Fifi Pissecker und Viktor Gernot es gemeinsam immer noch drauf haben, bewiesen sie mit Sketches, die auch schon einige Jährchen auf dem Buckel haben.

Wer hätte auch gedacht, dass aus der „Kabarettgruppe Mödling“ ein Dauerbrenner der Kleinkunst werden sollte? Die vier Herren bestimmt nicht, wenn auch Viktor Gernot erst später zu rGruppe stieß.

Die beschwerlichen Anfangsjahre haben Spuren hinterlassen, Auftritte im Bierzelt sind in Erinnerung geblieben. Der Titel des Programms „Gibt‘s Fragen?“ erwies sich als wenig programmatisch, denn es wurden kaum Fragen per E-Mail oder brieflich an die vier Herren gerichtet.

Aber die Frage, die zumindest Werner Sobotka, aktuell Regisseur der Mörbischer Seefestspiele in seinem Leben nicht vergessen wird, die wurde ihm von einem sechsjährigen Mädchen in einem Bierzelt gestellt: „Wann spielt wieder die Musi?“, lautete die Frage, die Sobotka damals in seiner Entscheidung bestärkte, seinen Text auf der Bühne nicht fertig zu lesen, sondern diese unverzüglich zu räumen.

Musikalisch verabschiedete sich das Quartett von der Bühne – mit einem Lied, das sie 1996 sogar in die Austrian Charts einsteigen ließ und an das Ende einer bestimmten Boy Group erinnert. Mit der Hektiker-Boygroup geht es hoffentlich weiter, die Stadt:Kultur übersiedelt im Herbst in die Burg nach Perchtoldsdorf.