Baden: Tierdrama am Harterberg. Wie der Badener Jagdleiter Hans Gunhold heute berichtet, kam es am vergangenen Sonntag am Abend zu einem erschütternden Tierdrama in der verlängerten Franz Gehrerstraße/ Eichwaldgrund in Baden. Eine noch trächtige Rehgeiß wurde von einem freilaufenden Hund gehetzt, niedergerissen und erlitt schwerste Bissverletzungen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 29. April 2020 (15:39)
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"Dem bedauernswerten Muttertier wurden bei lebendigem Leib ganze Fleischstücke aus dem Oberschenkel gerissen", zeigt sich Gunhold erschüttert. Die Verletzungen waren so schwerwiegend, dass dem herbeigerufenen Jäger nichts anderes übrig blieb, als das Tier von seinem Leiden zu erlösen. "Dadurch verloren auch die beiden Kitze, die kurz davor waren, das Licht der Welt zu erblicken, das Leben", berichtet Gunhold.

Appell an alle Hundebesitzer und Tierliebhaber

Jagdleiter Hans Gunhold richtet daher einen dringenden Appell an alle Hundebesitzer und Tierliebhaber: 

  • "Beachten Sie bitte unbedingt die geltende Leinenpflicht (!), vor allem in den jetzt unmittelbar bevorstehenden Setz- und Brutzeiten!
  • "Bleiben Sie bei ihren Spaziergängen auf den Wegen und vermeiden Sie es, Weingärten und Felder zu durchqueren, damit die Wildtiere in ihrem Lebensraum Ruhe haben!"

Zusammengefasst betont Gunhold: "Trotz Domestizierung bleibt jeder Hund ein Raubtier, sein Jagdtrieb entspringt seiner natürlichen Veranlagung. Daher bitte Hunde an die Leine, so helfen Sie mit, zu verhindern, dass ein weiteres unschuldiges Geschöpf so viel Leid und Schmerz erleiden muss."