Trauer um Inge Ute Brunner: "Ihre Spur lebt weiter"

Inge Ute Brunner, langjährige Präsidentin von Kunstaspekte, ist im 93. Lebensjahr verstorben. Ihre Werke leben allerdings weiter.

Erstellt am 24. Mai 2018 | 00:45
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Bekannt war Inge Ute Brunner für ihr Querdenken und ihre energievolle Art zu leben.
Bekannt war Inge Ute Brunner für ihr Querdenken und ihre energievolle Art zu leben.
Foto: privat

Sie war klein, aber genau daraus machte sie ihre Stärke: Inge Ute Brunner war eine kleine, aber bestimmte Frau, Mutter und vor allem eine ausgeprägte Künstlerin und „Lehrherrin“. Vielen Badenern wird Inge Ute Brunner noch von ihrer Tätigkeit bei der Vereinigung „Kunstaspekte“ bekannt sein. Viele Jahre leitete sie die Künstlervereinigung als Präsidentin.

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Sie legte auch das Fundament für den ernst zunehmenden zeitgenössischen künstlerischen Auftrag, den die Vereinigung heute verfolgt. Inge Ute Brunner ist nach längerer schwerer Krankheit im 93. Lebensjahr „heimgegangen“ – wie es am Patezettel steht. Und sie ist nicht gegangen, ohne Spuren zu hinterlassen, durch ihre Kunst, und die hat sich in vielen Herzen ihrer Betrachter verankert.

Ausstellungen im In- und Ausland

Inge Ute Brunner wurde in Wien geboren, es zog sie aber in die Hinterbrühl, wo sie bis zuletzt lebte. Gelernt hat sie die Kostüm- und Bühnenbildnerei und kam erst später zur Kunst. Sie war Mitglied vieler nationaler und internationaler Künstlervereinigungen und hatte zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland.

Auf ihr zweites Standbein, neben der aktiven Selbstausübung des Kunst schaffens, kam sie erst 1980 zu stehen: die Erwachsenenbildung. Sie gründete die „Schule des Sehens“ nach Kokoschka. Inge Ute Brunner war aber nicht nur Künstlerin und Lehrerin, sondern sie war auch eine fleißige Schreiberin und gläubiger Mensch. Sie hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht und in vielen beschäftigte sie sich mit religiösen Themen.

Inge Ute Brunner hinterlässt als Mensch eine große Lücke. Viele werden ihre Intensität vermissen, aber in ihrem schriftlichen und künstlerischen Vermächtnis lebt sie weiter.