Tritonus: Erfolgsserie fortgesetzt

Erstellt am 25. Juni 2022 | 05:15
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Fotoatelier Schörg
Bekannte sowie beliebte Ouvertüren wussten das Publikum mitzureißen.
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Am Samstag luden Norbert Pfafflmeyer und die Brünner Philharmonie erneut im Rahmen der bekannten Tritonus-Reihe zu einem festlich-feierlichen Konzertabend.

Ein Abend voll großer Komponisten

Eröffnet wurde der Abend durch Mozarts Ouvertüre zu seiner Oper „Die Entführung aus dem Serail“. Dabei wusste das Orchester vom ersten Takt an zu überzeugen. Sicher und eindrucksvoll erklang das effektvolle Werk, das sein Publikum in seinen Bann riss. Überhaupt merkte man dem Orchester, souverän geführt von Dirigenten Norbert Pfafflmeyer, eine überragende Spielfreude an, die sich unweigerlich auf das Publikum übertrug.

Die Zusammenstellung bot eine musikalische Zeitreise durch verschiedene Epochen. So spannte der Bogen über Beethoven („Egmont“) und zahlreiche Romantiker, unter anderem Wagner („Rienzi“) und natürlich Rossini („Wilhelm Tell“). Eine überaus glücklich geratene Besonderheit stellten die letzten beiden Programmpunkte dar: Nico Dostals Konzertouvertüre „Fröhliches Spiel“ weckte unweigerlich Erinnerungen an das Goldene Hollywood-Zeitalter. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, war Dostal doch auch als Filmmusik-Komponist tätig. Effektvoll und mit spielerischer Leichtigkeit gelangen Orchester und Dirigenten eine musikalische Umsetzung, die angesichts mancher Einsätze bestimmt nicht immer leicht zu vollbringen ist. Letzteres merkte man den Musikern allerdings in keinster Weise an.

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Norbert Pfafflmeyer dirigierte die Brünner Philharmonie.
Foto: Fotoatelier Schörg

Einen fulminanten Abschluss bildete Dmitri Kabalewskis Ouvertüre zu „Colas Breugnon“. Das Werk in früh-moderner Tonsprache und mitunter rhythmischen Passagen bildete einen würdigen und kräftigen Abschluss des Konzerts, der das Publikum zu einem großartigen finalen Applaus brachte. Die Entscheidung, den Konzertabend mit moderneren Werken zu schließen, war gut und richtig. Ein lang anhaltender Beifall bestätigte dies.

Ich freue mich bereits, die Musikerinnen und Musiker der Tritonus-Reihe nach der Sommerpause im Herbst mit Joseph Haydns „Die Jahreszeiten“ wiederzuhören.

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