Uraufführung als Herausforderung

Höhepunkt beim Konzert der Jungen Musikfreunde ist DoppelConcertino des Badener Komponisten Wolfgang-Michael Bauer.

Andreas Fussi
Andreas Fussi Aktualisiert am 28. Januar 2019 | 09:28
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Am Dienstag, 29. Jänner um 19.30 Uhr, findet im Haus der Kunst ein Konzert mit Seltenheitswert statt. Die Badener Pianisten Doris Adam, Wolfgang Capek und Alexander Rössler, allesamt Universitätsprofessoren und Eltern von Mitgliedern der Jungen Musikfreunde Baden, werden ein Konzert auf zwei Klavieren gestalten. Dazu wird extra ein zweiter Flügel ins Haus der Kunst gebracht.

Zu alledem werden sie auch mit ihren Kindern – Antonia Rössler, Katharina Dobrovich und Bernhard Capek - musizieren und dabei gleich eine Uraufführung des Badener Kompositionsprofessors Wolfgang-Michael Bauer zur Uraufführung bringen - das Stück „DoppelConcertino“ in der Besetzung „2 Geigen, 2 Klaviere zu 8 Händen“.

Auch das weitere Programm birgt Faszinierendes: Darius Milhauds ‚Scaramouche‘, eine Komposition Alexander Rösslers Großvater Richard Rössler, das Finale aus Wolfgang Amadeus Mozarts Jupitersinfonie, Max Regers ‚Beethoven-Variationen‘ oder Camille Saint-Saens ‚Danse Macabre‘.

Wie kam es zu der Uraufführung?

Michael Capek, Musiker und Leiter des Konzertzyklus, hatte den Badener Komponisten gefragt, ob er „für die abenteuerliche Besetzung von zwei Geigen und zwei Klavieren zu insgesamt acht Händen“ ein Stück schreiben möchte.

„Als ich zustimmte, war mir von Anfang an klar, dass dies eine Herausforderung sein würde. Denn wie schafft man es, diese Instrumente sinnvoll und vor allem balanciert zusammenzuführen?“, fragte sich Bauer.

Die Antwort darauf fand er in einer „Symbiose aus Kammermusik und der Form des Klassischen Doppelkonzerts“: Während die beiden Violinistinnen solistisch und gleichberechtigt musizieren, übernehmen die Pianisten einen nicht weniger virtuosen „Orchesterpart“. Mit dieser Herangehensweise werden laut Bauer „treibende, stampfende Rhythmen“ möglich, die sich in komplexen Mustern vielschichtig ergänzen.

Gleichzeitig entstehen aber auch Klangfarben und lang gestreckte Melodiebögen, die einen harmonischen, versöhnlichen Kontrast erzeugen und das Werk gut ergänzen. Bauer: „DoppelConcertino stellt eine gewisse Herausforderung gleichermaßen für Musiker und Publikum dar, welche sich allerdings mutig zu bewältigen lohnt.“