Verurteilt: Mann erwarb gestohlene Waren auf Flohmarkt

Wegen einer Reihe von Vergehen musste sich Georgier (39) verantworten. Der Schnäppchenjäger erwarb gestohlene Waren auf Flohmärkten.

Erstellt am 06. April 2018 | 03:57
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Gericht Prozess Urteil Symbolbild
Foto: shuterstock.com/ Evlakhov Valeriy

Schuldig der Urkundenunterdrückung, Hehlerei und des versuchten Einbruchsdiebstahls – so endete der Prozess gegen einen 39-jährigen Georgier am Dienstag.

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Der Mann soll laut Staatsanwaltschaft, nach einem Autokauf in Baden Kennzeichen für die Überstellung nach Georgien gestohlen haben. Außerdem soll er am 15. Dezember in Baden in ein Einfamilienhaus einzudringen versucht haben, indem er mit einer Spitzhacke die Terrassentür aufbrechen wollte.

Er wurde aber von der Eigentürmerin ertappt, die ihn dann sowohl auf Fotos als auch bei einer Gegenüberstellung klar erkannte. Seine Erklärung, dass er in der Gegend aushilfsweise als Zeitungsverteiler unterwegs war und sie ihn deshalb gekannt hätte, machte auf die Richterin nicht viel Eindruck.

"Die niedrigen Preise waren so verlockend"

Dass es sich bei seinen vielen „Schnäppchen“-Käufen auf diversen Flohmärkten um gestohlene Ware handelte, gab er nach einigem Nachdenken vor Gericht schließlich zu. „Die niedrigen Preise waren so verlockend“, so der Angeklagte.

In seinem Haus in Georgien hatten die Beamten große Mengen an teuren Parfums, Markensonnenbrillen, exklusiver Kosmetik, Motorradhelmen, Radhandschuhen, Spirituosen und Co – großteils noch mit den Preisetiketten der Geschäfte, wo sie gestohlen wurden. Außerdem Unmengen von originalverpackten Zigaretten.

Zu Prozessende fiel der Schuldspruch mit 20 Monate Haft, davon 17 bedingt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.