Vorwurf Wiederbetätigung: Eiernockerl vor Gericht

Erstellt am 18. Jänner 2023 | 13:56
Lesezeit: 2 Min
Eiernockerl
Symbolbild
Foto: shutterstock/Nagy Julia
Foto-Posting von Hitlers Leibgericht an dessen Geburtstag blieb ohne Folgen für Badener.
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Ein Familienvater, 50, fand sich vor einem Geschworenengericht wieder, weil er am 20. April 2022 ein Foto von seinem Mittagessen und den Text „Lecker, Eiernockerl mit grünem Salat“ gepostet hat. Da es sich um die – allseits bekannte – Leibspeise Adolf Hilters handelt und das Foto auch noch genau an seinem Geburtstag gepostet wurde, stand der Mann nun wegen Wiederbetätigung vor Gericht.

Der Badener konnte allerdings glaubhaft versichern, dass er mit dem nationalsozialistischen Gedankengut nichts zu tun hat und einfach nur „regelmäßig Mahlzeiten“ postet. Der Angeklagte: „Ich wusste nicht, dass das Hitlers Lieblingsspeise ist und wann er Geburtstag hat, weiß ich auch erst jetzt“. Jedenfalls seien nach dem Posting vier Beamte vom Verfassungsschutz vor seiner Tür gestanden, die die Wohnung durchsucht und auch PC und Handy kontrolliert haben. „Dabei wurde aber überhaupt nichts gefunden.“ Was auch vor Gericht bestätigt wurde.

Auf die Frage des Richters, ob er wisse, was das Verbotsgesetz ist, meinte der Mann: „Vorher leider nicht, aber jetzt schon!“ Der Familienvater wurde vom Verdacht der Wiederbetätigung freigesprochen.

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