Wasserdampf als Problemlöser im OP. Schonende Behandlung mit Wasserdampf bei gutartiger Prostatavergrößerung unterstreicht die Pionierleistung im Landesklinikum Baden.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 30. März 2021 (03:13)
Claus Riedl bei der Vorbereitung der nächsten Operation mit der neuen Wasserdampf-Methode.
Landesklinikum Baden-Mödling, Landesklinikum Baden-Mödling

Einen großartigen Erfolg vermeldet das Landesklinikum Baden: Als Pionier unter Niederösterreichs Kliniken werden an der urologischen Abteilung in Baden gutartige Prostatavergrößerungen mit einer neuen minimalst invasiven Operationsmethode behandelt.

„Bei Prostatavergrößerung wird neben der Standardtherapie auch die Laserresektion in geeigneten Fällen durchgeführt. Darüber hinaus stellt die neue Methode der Wasserdampfablation mit REZÜM-System vor allem bei Patienten, die konventionell nicht operabel sind und ständig mit einem Katheter leben müssen, eine sehr gute Alternative dar“, erklärt Claus Riedl, Abteilungsvorstand Urologie. Bei der neuen Methode wird Wasserdampf über eine Nadel in die Prostata eingebracht. Das vergrößerte Gewebe wird so zerstört und im Verlauf der Heilung abgebaut. Der Behandlungserfolg zeigt sich schon nach wenigen Wochen. Damit werden Beschwerden beim Harnlassen verbessert und ein Leben ohne Katheter möglich. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Aufenthaltsdauer im Klinikum auf maximal 24 Stunden reduziert werden kann.

Landesvize Stephan Pernkopf, ÖVP, gratuliert Primar Riedl und seinem Team herzlich zum Erfolg: „Mit dem Einsatz dieser Operationsmethode zeigen wir einmal mehr, dass die NÖ-Kliniken im Bereich der Spitzenmedizin und dem Einsatz modernster Operationsmethoden ganz vorne mit dabei sind.“ Auch der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Baden-Mödling, Johann Pidlich, freut sich: „Wir sind stolz, dass an der urologischen Abteilung in Baden bereits über ein Dutzend dieser Behandlungen erfolgreich durchgeführt wurden. Medizinische Weiterentwicklung sowie regelmäßig Aus- und Fortbildungen garantieren medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.“