Wie Gruppen in Corona-Zeiten reisen. Eine Badener Reiseleiterin macht vor, wie das Fernweh trotz Schutzmaßnahmen gestillt werden kann.

Von David Steiner. Erstellt am 14. Juni 2020 (05:23)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Im Bus galt die Maskenpflicht. Sabine Claudia Tanner und die Reiseleiter Lukas und Coco gingen mit gutem Beispiel voran. Die Route führte von Wien über die Bucklige Welt, Bernstein und Oberwart sowie das Freilichtmuseum Gerersdorf nach Güssing und in die Kellergasse Heiligenbrunn. Von dort ging es über den Geschriebenstein zurück nach Wien.
NOEN

„Reiseleiter sind Diplomaten und Kulturvermittler. Sie müssen sich oft im Spannungsfeld zweier historischer Sichtweisen um eine objektive Darstellung bemühen“, erklärt Sabine Claudia Tanner über die Lautsprecheranlage im Reisebus. Aus den Sitzreihen ragen bunte Mund-Nasen-Schutzmasken hervor. Unter den Zuhörern sind sechs angehende Reiseleiter, die heute zum Praxis-Teil ihrer Diplomprüfung antreten.

Sie bilden den 39. Lehrgang, den Tanner, Historikerin und Journalistin mit Badener Wurzeln, in der von ihr gegründeten Reiseleiter-Akademie Wien ausbildet. Mit an Bord ist auch eine Gruppe von Reisenden, die auf der heutigen „Prüfungsfahrt“ ins Südburgenland als Publikum dient. Innerhalb von wenigen Tagen meldeten sich achtzig Interessenten für die Mitfahrt. Nur ein Bruchteil hat Platz im Bus.

Die Prüflinge müssen nicht nur ihre Fähigkeiten als Reiseleiter unter Beweis stellen. Sie erproben, wie Gruppenreisen in der Corona-Krise ablaufen, im Spannungsfeld zwischen Reisevergnügen und Infektionsschutz. Es ist die wahrscheinlich erste Gruppenreise nach dem Lockdown. Möglich machen das gelockerte Corona-Maßnahmen, die tags zuvor, am 29. Mai, in Kraft traten.

Wie die Reise abgelaufen ist und ob alles wie geplant funktioniert hat, lest Ihr in der aktuellen Printausgabe der Badener NÖN oder im E-Paper (https://www.noen.at/epaper).

Mehr Infos zur Reiseleiter-Akademie gibt es unter: www.reiseleiter-akademie.at/