Südbahn: Attacke gegen zwei Zugbegleiter

Erstellt am 26. Februar 2022 | 04:30
Lesezeit: 2 Min
Zug Bahn Symbolbild
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Foto: Shutterstrock, Vytautas Kielaitis
Weil er kein Zugticket hatte, wurde 19-jähriger Neustädter zweimal rabiat.
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„Ja, ich habe den Zugbegleiter ins Gesicht geschlagen“, gab der 19-jährige Neustädter auf Befragen des Richters zu. Er soll einen ÖBB-Bediensteten am 8. Juli in Baden in einem Zugabteil angegriffen haben und stand deshalb wegen Körperverletzung vor Gericht. Und das bereits zum zweiten Mal, den für einen anderen Angriff auf einen Schaffner ist der Mann im Oktober schon verurteilt worden. Der erste Vorfall ereignete sich am 27. Juni letzten Jahres, der zweite am 8. Juli.

Der Angeklagte wies darauf hin, dass es ihm im Sommer 2021 nicht gut gegangen sei und „ich hatte ein starkes Drogenproblem“. Auf die Frage des Richters, warum er denn hingeschlagen habe, sagte der Mann: „Ich hatte kein Zugticket und wollte nicht aussteigen. Er packte mich am Kragen und ich hab ihm eine gegeben.“

Was das Opfer in fast genau denselben Worten vor Gericht bestätigte. Der 31-jährige ÖBB-Bedienstete erlitt bei dem Vorfall eine Prellung von Jochbein und Nase.

Drogentherapie als Strafmilderung

Der Angeklagte hat sich mittlerweile selbst für eine stationäre Drogentherapie angemeldet, was ihm der Richter auch als mildernd anrechnete. Er wurde zu einer Zusatzstrafe von zwei Monaten bedingt verurteilt, außerdem wurde Bewährungshilfe angeordnet.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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