Zugangsbeschränkung: Bad nur für Saisongäste. Zutritt ins Thermalstrandbad Baden ab 29. Mai nur für Besitzer von Saisonkarten. Ampelsystem informiert, ob Maximalgrenze von 3.000 Gästen erreicht ist.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 20. Mai 2020 (05:57)
Kurt Staska, Stefan Szirucsek und Helga Krismer präsentierten der Presse die Richtlinien zum Strandbad-Zutritt.
Fussi

Wie berichtet, öffnet das Strandbad Baden am 29. Mai wieder seine Tore. Seit wenigen Tagen steht nun auch fest, wie die Vorgaben dazu sind. Für die Bäder gelten strenge Auflagen wie Zutrittsbeschränkungen, limitierte Anzahl an Badegästen in den Becken, Mund-Nasenschutzpflicht in allen Gebäuden wie Eingangshalle, WC und Garderoben.

Die Ausarbeitung der Details war laut VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek „ein spannendes Match“ gewesen, bis Mittwoch schließlich die Empfehlungen der Bundesregierung übermittelt worden waren, die über weite Teile den Vorschlägen der Bäderbetreiber entsprechen.

Die Entscheidung, wer nun aller ins Strandbad könne, wurde lange diskutiert, ergänzt Vizebürgermeistzerin Helga Krismer (Grüne). Um möglichst vielen Badenern den Eintritt gewährleisten zu können, habe man sich dazu entschieden, die Saisonkartenbesitzer zu bevorzugen und vorerst keine Tageskarten aufzulegen. Rund 3.000 Saisonkarten stünden als Kontingent zu Verfügung. „Wir haben keine bessere Lösung gesehen, damit es keine Schlangen an den Kassen gibt und keine falsche Erwartungshaltung.“

Geschäftsgruppenleiter Kurt Staska, der auch Bädersprecher der Wirtschaftskammer NÖ ist, berichtet, dass die dreiwöchigen Verhandlungen nicht immer einfach waren. Beteiligt waren Mediziner, Virologen, Hygieniker auf der einen Seite sowie Vertreter der Wirtschaftskammer und der Bäder auf der anderen Seite. „Allen war bewusst, dass es Einschränkungen geben wird“, sagt Staska.

Die Zugangsbeschränkungen beruhen auf der Vorgabe, 10 m² pro Kopf als Liegefläche zur Verfügung zu stellen. Bei den 47.000 m² , die das Strandbad insgesamt umfasse, bedeute das, das etwas über 3.000 Personen gleichzeitig ins Bad dürfen. Staska ist froh, dass die ursprüngliche Vorgabe von 20 m² pro Person wieder gefallen sei. Im Wasser gelte die Regel, pro 6 m² Wasserfläche eine Person – im Schwefelwandl bedeute das, dass maximal zehn Personen hinein dürfen. Ins Sportbecken hätten 112 Menschen gleichzeitig Platz und ins Mineralbecken 162 Leute. Um das zu kontrollieren, habe man heuer erhöhten Personalbedarf.

Ein Streitpunkt waren lange die Wasserattraktionen. Man habe sich darauf geeinigt, dass der Bademeister immer nur eine Person auf die Rutsche oder den Sprungturm lasse. Wie beim Flughafen werden Zonen für die Warteschlangen eingerichtet.

Da an Spitzentagen um die 7.000 Besucher zu verzeichnen sind und im Vorjahr 4.500 Saisonkarten verkauft worden waren, habe man sich zur Grundsatzentscheidung durchgerungen: „Unsere Stammgäste sollen Vorrang haben.“ Solange die Zutrittsbeschränkungen gelten, werden ausschließlich Saisonkarten an Mieter von Saisonkabinen/-Kabanen ausgegeben.

Kartenverkauf erfolgt von 25. bis 28 Mai

Der Saisonkartenverkauf im Bad erfolge vom 25. bis 28. Mai von 9 bis 18 Uhr. Die Kabinenmieter können erst ab 29 Mai das Bad betreten. Dass der Saisonstart am Pfingstwochenende sei, sei eine weitere Herausforderung, so Staska. Ob die maximal erlaubte Besucherzahl erreicht ist, informiere außen sichtbar eine Ampel mit rotem, gelben und grünem Licht. Im Eingangsbereich werden zu Beginn Securitys für Ordnung sorgen. Als Mediator ist Michael Sturm im Einsatz. Staska, Szirucsek und Krismer hoffen, dass die Fallzahlen weiter sinken und man Phase 2 mit weiteren Lockerungen starten könne. Dann sind auch wieder Spätbesucherkarten oder Ähnliches vorstellbar.

Umfrage beendet

  • Strandbad-Eintritt nur mit Saisonkarte - findet Ihr das ok?