Zukunft der Martinek-Kaserne bleibt weiter unklar. Bürgerliste will modernes Sportzentrum errichtet wissen. Der Ball liege weiter beim Bund, antwortet Stadtchef.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 26. März 2019 (04:10)
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Die Bürgerlistenmandatare Jowi und Wolfgang Trenner setzen sich für ein Sportzentrum auf einer Teilfläche des Kasernenareals ein.
privat

Die Bürgerliste fordert die Stadtverantwortlichen auf, beim Martinek-Kasernen-Areal „endlich aktiv zu werden“, erklärt Stadtrat Jowi Trenner. Mit der neuen Bundesregierung seien „die Karten neu gemischt“, daher müsste der Bürgermeister nun mit Vertretern aller Fraktionen dem neuen Verteidigungsminister die Interessen der Stadt unterbreiten.

„Die wieder militärische Nutzung hat dabei absoluten Vorrang. Zeigt aber der Bund kein Interesse an einer solchen Verwendung, muss über Plan B nachgedacht werden“, erläutert Trenner. Neben ihrer alten Forderung nach einem Universitätscampus soll auf dem Areal auch „ein großes modernes Sportzentrum statt vieler kleiner auf das Stadtgebiet aufgeteilter Sportanlagen“ umgesetzt werden. „Das haben sich die Bezirkshauptstadt, die Badener und alle Sportbegeisterten redlich verdient“, erklärt Trenner.

„Der Eigentümer ist unverändert am Zug. Die Stadtgemeinde wartet auf Vorschläge, die dem entsprechen, was die Parteien gemeinsam festgelegt haben.“

VP-Stadtchef Stefan Szirucsek hält nichts von der Initiative der Bürgerliste. Er meint: „Der Eigentümer ist unverändert am Zug. Die Stadtgemeinde wartet auf Vorschläge, die dem entsprechen, was die Parteien gemeinsam festgelegt haben.“ Er verweist auf einen weiten „Rahmen der Möglichkeiten“, der unter Bürgermeister Kurt Staska gemeinsam mit allen Fraktionen abgestimmt wurde. Der Ball liege nach wie vor beim Bund.

Dort betont Ministeriumssprecher Michael Bauer, dass das Verteidigungsministerium eine externe Agentur beauftragt habe, „alle Möglichkeiten einer Verwertung zu prüfen“. Dabei stehe die Qualität des Ergebnisses im Vordergrund. „Es werden alle Varianten beurteilt und geprüft; ein Ergebnis liegt noch nicht vor“, sagt Bauer.

Ob auch die militärische Option möglich sei? Darauf Bauer: „In erster Linie prüfen und untersuchen wir eine Verwertung.“ Eine Zeitvorgabe gebe es nicht, „weil es bisher leider nicht gelungen ist, die Liegenschaft zu verwerten.“ Man wolle sich bewusst nicht drängen lassen, sondern suche, „unter Ausnutzung aller Möglichkeiten eine Lösung“, betont Bauer.