Zwei Strizzis im Kino. Adi Hirschal und Wolfgang Böck gastieren mit dem Samtorchester am Di., 8. November mit „Best of Strizzis“ im Cinema Paradiso.

Erstellt am 28. Oktober 2016 (05:43)
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Wolfgang Böck und Adi Hirschall gastieren im Cinema Paradiso. Vor 23 Jahren haben sie begonnen, das Wiener Lied neu zu erfinden.
Josef Gallauer

Adi Hirschal und Wolfgang Böck – die beiden Entertainer kreieren mit ihrem „Samtorchester“ (Wolfgang Tockner, Andy Cutic, Lennie Dickson, Alexander Lackner und Bertl Pistracher.) aus traditionellen Volksliedern, dem Wienerlied und populären Harmonien einen einzigarten Musikabend. Begonnen hat alles Anfang der 90iger-Jahre, als Adi Hirschal sich auf die Suche nach der legendären Wiener Gaunersprache Rotwelsch machte, das noch heute in einigen Beiseln von Ottakring zu hören ist.

Fachleute wie Trude Mally, Anny Demuth oder der inzwischen verstorbene Karl Nagl wurden Hirschals Lehrmeister. Eines Tages wagte er gemeinsam mit Wolfgang Böck, den er bei einer Nestroy-Aufführung kennengelernt hatte, die alten Lieder in neuer Instrumentierung zu präsentieren. Und das funktionierte so hervorragend, dass sie nun seit 23 Jahren unterwegs sind um Volkslieder, Moritat und Gstanzl, die bis zu zwei Jahrhunderte zurückreichen, mit neuer Energie zu versorgen und lebendig zu halten.

Klischees von Wein, Weib und Gesang á la Robert Stolz wird man da vergeblich suchen. Es geht in den Liedern um die Nöte der Menschen in der Vorstadt, die verschiedenen Typen, die dort wohnen und auch um erotische Inhalte. Wie es ihrem Selbstverständnis als fantasievolle Geschichtenerzähler entspricht, entwickeln Hirschal und Böck dabei ihre ganz eigenen musikalischen Theorien, wie das „dur-ige“ Volkslied zum „moll-igen“ Wienerlied geworden ist und vergessen dabei im besten Sinne auf eines nie: die Unterhaltung…