Wienersdorf steht im Fokus der Verkehrssicherheit. Wiener Lokalbahnen rufen Kampagne für mehr Verkehrssicherheit bei Eisenbahnkreuzung ins Leben.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 17. September 2019 (04:15)
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Zum Glück glimpflich verlief der Zusammenstoß zwischen einem City-Taxi und einer Güterlok in Wienersdorf.

Am 27. August um 11 Uhr vormittags kollidierte ein Auto von City Taxi-Betreiber Oliver Kruppa mit einem Güterzug, der auf einem Gleis der Wiener Lokalbahnen aus dem ehemaligen Semperitgelände kommend Richtung Industriezentrum Niederösterreich unterwegs war.

„Der Fahrer hat angegeben, die Sonne habe ihn geblendet, deshalb hätte er das rote Warnlicht und auch den herannahenden Zug nicht wahrgenommen.“

Kruppa will den Unfall nicht schön reden, hält die betreffende Stelle aber trotzdem für unübersichtlich und zu wenig für den Fahrzeugverkehr gesichert. Er erzählt: „Der Fahrer hat angegeben, die Sonne habe ihn geblendet, deshalb hätte er das rote Warnlicht und auch den herannahenden Zug nicht wahrgenommen.“ Der Taxi-Unternehmer hat sich außerdem über den Bericht in einer Tageszeitung geärgert, wo „von einer Fahrerin die Rede war, daraufhin haben mich viele Leute angesprochen, ob das meine Mutter gewesen wäre.“

Die Wiener Lokalbahnen haben jetzt einen Aufruf gestartet, unter dem Motto „Gib Acht bevor es kracht – Augen auf beim Bahnübergang“ wollen die Lokalbahnen die motorisierten Verkehrsteilnehmer dafür sensibilisieren.

WLB-Geschäftsführerin Monika Unterholzner bestätigt: „Der aktuelle Sicherheitsschwerpunkt der Wiener Lokalbahnen wird in den nächsten Wochen vor allem auf Fahrzeugen der Badner Bahn sowie WLB-Bussen in der Region Wien-Baden zu sehen sein. Entlang der Strecke gibt es Schwerpunktaktionen für Autofahrerinnen und Autofahrer an Eisenbahnkreuzungen.“

„Der aktuelle Sicherheitsschwerpunkt der Wiener Lokalbahnen wird in den nächsten Wochen vor allem auf Fahrzeugen der Badner Bahn sowie WLB-Bussen in der Region Wien-Baden zu sehen sein."

Ein Polizeisprecher der Landespolizeidirektion erklärt auf NÖN-Anfrage, dass der Lokführer, es gäbe dafür zwei Zeugen, vor dem Unfall ein akustisches Warnsignal abgegeben habe. Und auch Vizebürgermeister Franz Gartner, SPÖ, sieht bei der fraglichen Straße, die im Gemeindebesitz ist, keinen Handlungsbedarf. Die Lkw, die dort parken, würden dies gemäß der Straßenverkehrsordnung „in dem gesetzlich vorgeschriebenen Abstand vor der Eisenbahnkreuzung tun.“

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