Und die Romy ging nach Seibersdorf. Während eines Heimatbesuchs sprach die ausgezeichnete Regisseurin Barbara Eder über ihre Ausbildung und die weiteren Pläne.

Von Thomas Lenger. Erstellt am 01. Mai 2019 (14:03)
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Die zweifache Romy-Preisträgerin Barbara Eder.
Thomas Lenger

Die Seibersdorfer Regisseurin Barbara Eder erhielt bei der diesjährigen 30. Romy-Preisverleihung zum zweiten Mal den begehrten Filmpreis. Nachdem sie bereits 2014 die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Kino-Dokumentation“ für „Blick in den Abgrund“ bekommen hatte, wurde sie heuer für die beste Regie für eine TV-Fiction für den Tatort „Her mit der Marie“ ausgezeichnet.

Doch auch bei zahlreichen anderen Produktionen führte Eder bereits Regie. So etwa bei „Wir sind Kaiser“ oder drei Staffeln der ORF-Erfolgsserie „Cop-Stories“. Obwohl sie eigentlich vom Dokumentationsfilm kommt, dreht sie derzeit am liebsten Fernseh- und Kinofilme. So etwa im Moment in Ungarn eine sechsteilige Serie für Netflix.

Obwohl die Regisseurin viel unterwegs ist, zieht es sie immer wieder in ihre Seibersdorfer Heimat zurück. Die NÖN traf nun die zweifache Romy-Preisträgerin zum Gespräch.

NÖN: Wie begann Ihre Karriere und wie kamen Sie zum Film?
Barbara Eder: Ich begann schon in meiner Schulzeit am Theresianum in Eisenstadt, Filme zu drehen. Dieses Medium faszinierte mich schon damals. Egal ob für Projektarbeiten oder in der Freizeit, dort entstanden meine ersten Filme.

Nach einem Auslandsjahr in Texas besuchten Sie dann ja die Filmakademie.
Es war ein steiniger und zäher Weg. Ich kann mich noch erinnern, ich rief damals öfters meine Mutter an und sagte, dass es reicht. Ich werde jetzt Lehrerin oder so was.

Und trotzdem bissen Sie durch?
Ich sagte zu mir: Du musst es schaffen davon Leben zu können. Da musst du für jedes Projekt, das du machst, 200 Prozent geben, hart dafür arbeiten und du musst rausstechen und mutig sein. Ich glaube, das war bei mir der Fall, dass ich in vielen Dingen, die ich machte, einfach mutig war. Wie beim letzten Tatort.

Dieser wurde ja teilweise in Ihrer Heimat rund um Seibersdorf gedreht.
Das war aber gar nicht meine Idee, sondern der Vorschlag von einem der Kameramänner, der hier schon einmal einen Werbefilm gedreht hatte.

Wie war die Zusammenarbeit mit Schauspieler Simon Schwarz?
Er ist nicht nur vor der Kamera ein toller Schauspieler, sondern auch hinter den Kulissen ein besonders netter und sehr lustiger Mensch.