Platz für künftige Leobersdorfer

Erstellt am 28. März 2022 | 05:14
Lesezeit: 3 Min
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Im Mai entscheidet sich, in welche Richtung die Ortsentwicklung in Leobersdorf gehen soll.
Foto: www.leobersdorf.at
Die Meinungen über die örtliche Raumplanung gehen auseinander. Bis 28. März sind Stellungnahmen zu Entwicklungskonzept und Flächenwidmungsplan möglich.
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Die örtliche Raumplanung soll Perspektiven für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre in Leobersdorf aufzeigen. Im Flächenwidmungsplan wird die Nutzung der einzelnen Grundstücke festgelegt – wie viel Fläche verbaut und wie hoch gebaut werden darf. Von der Gemeinde wurde die Überarbeitung des Entwicklungskonzeptes und des Flächenwidmungsplanes an Raumplaner Josef Hameter aus Bad Vöslau in Auftrag gegeben.

Mit dem überarbeiteten Konzept sind ein paar Bürger nicht zufrieden und haben die Gruppe „Lebenswertes Leobersdorf“ gegründet – sie haben bereits Stellungnahmen eingebracht. Einwand und Befürchtung der Bürgerbewegung ist der Bau von hohen Wohnblöcken anstatt von Einfamilienhäusern.

Prognostiziert ist ein Bevölkerungswachstum im Bezirk Baden von fünfzehn Prozent in den nächsten zehn Jahren. Es verschlägt immer mehr Menschen in den „Speckgürtel“, also das südliche Umland von Wien. Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft) erklärt: „Es wird voraussichtlich ein Wachstum stattfinden, die Gemeinde strebt das nicht an, aber wir müssen darauf reagieren, dass es wahrscheinlich so sein wird.“

Die Gemeinderäte Gerhard Tschakert (SPÖ), Peter Bosetzky (ÖVP) und Herbert Bader (GHL) sind sich in dem Anliegen einig, dass Baulandreserven zuerst genutzt werden sollen, bevor man Umwidmungen plant. Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft) stimmt den Gemeinderäten in diesem Punkt zu.

Baulandreserven sollen genutzt werden

In dem neuen Konzept sind vor allem die Bereiche im Zentrum und um die beiden Bahnhöfe (Südbahnhof und Wittmannsdorfer Bahnhof) in die Planungen miteinbezogen.

Das Konzept umfasst neben geplanten Wohnbauprojekten auch Flächen für einen Bildungscampus und Photovoltaikanlagen. Die Leobersdorfer Bürgerinitiative hat den Wunsch: „Baulandreserven sollten nicht alle an Bauträger verkauft werden. Es wäre schön wenn für unsere nächste Generation, Kinder und Enkelkinder, Grundstücke in Leobersdorf übrig bleiben würden.“

Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft) erklärt dazu: „Jeder Mensch hat ein Recht auf Wohnraum. Es gibt genug freie Flächen, dass auch jeder Leobersdorfer, wenn er das möchte, seinen Wunsch eines Eigenheims in Leobersdorf verwirklichen kann.“ Der Gemeinderat stehe vor der herausfordernden Situation, die vielen verschiedenen Themenbereiche im Blick zu haben, sowie den raumordnerischen Maßnahmen und dem Bevölkerungswachstum mit Bedacht zu begegnen.

Bis 28. März sind Stellungnahmen zum örtlichen Entwicklungskonzept und dem Flächenwidmungsplan in Leobersdorf noch möglich – im Mai wird der Plan finalisiert.

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