Bei Abstimmung: Ja zu Schuttbahnhof

Erstellt am 29. Juni 2015 | 07:25
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Umfrage
Foto: NOEN, Erwin Wodicka
Da die Wahlbeteiligung bei der Volksbefragung im Mai gering war, entschied nun der Schönauer Gemeinderat über das Projekt
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Der Gemeinderat Schönau hat sich am Montag bei einer Gemeinderatsitzung mehrheitlich für die Verpachtung der Wegparzelle an die Wopfinger Transportbeton GmbH ausgesprochen. Das Unternehmen will einen Verladebahnhof für den Schutt des Semmeringbasistunnels in Schönau errichten.

Das Ergebnis: Neun Gemeinderäte stimmten mit „Ja“, sieben mit „Nein“ und eine ungültige Stimme. Damit sind die Voraussetzungen zur Errichtung eines Verladebahnhofes seitens Wopfinger Transportbeton geschaffen.

Wopfinger GmbH. blickt positiv in die Zukunft

Wolfgang Moser, kaufmännischer Geschäftsführer der Wopfinger Transportbeton dazu: „Wir freuen uns über das uns entgegengebrachte Vertrauen und darüber, dass unsere offene und sachliche Argumentation letztendlich angenommen wurde.“ Dieses positive Votum bedeute aber nicht automatisch die Realisierung des Projektes, sondern sei wie schon bereits erwähnt, lediglich die Basis, um mit dem Baufirmenkonsortium in Detailverhandlungen treten zu können.

Knapp 30 interessierte Bürger warteten bei der Sitzung gespannt auf das Ergebnis. Nachdem die ersten Punkte der Tagesordnung friedlich abgearbeitet waren, stand die Abstimmung auf dem Programm. Doch bevor es zu dieser kam, gab SP-Gemeinderat Adolf Plank seinen Rücktritt mit Ende der Sitzung bekannt.

Auch der Gemeinderat für Dornau-Siebenhaus, Johann Zöhling, verließ vor der Abstimmung den Saal. „Die Gemeinde Siebenhaus war von der Volksabstimmung ausgenommen, also enthalten wir uns auch bei dieser Abstimmung“, lautete seine Begründung. Bedenken an dem Projekt stehen also nach wie vor im Raum – trotz positiver Abstimmung.

So gibt auch Gemeinderat Gerhard Nussbaumer zu bedenken, dass das Ergebnis der Volksabstimmung, trotz geringer Wahlbeteiligung, doch ein klares „Nein“ der Bevölkerung bedeutet habe.
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