Käufer für Gasthaus Hauswiese gesucht. Nach Ruhestand der Gastwirte wird das Waldgasthaus Hauswiese verkauft. Der Kaufpreis beträgt 930.000 .

Von Andreas Fussi. Erstellt am 16. Januar 2018 (00:55)
privat
Das idyllische Waldgasthaus steht zum Verkauf. Inkludiert sind zwei Gasträume, eine Veranda, das Obergeschoss mit drei Schlafräumen und der große Gastgarten als Herzstück. Kleines Bild: Johann „Sidi“ Sietweis und Gina Sietweis-Knebel.

Traditionell bleibt in der Wintersaison das Waldhaus „Servus Hauswiese“ im Helenental geschlossen. Diesmal macht es aber am 1. April nicht auf. Die Betreiberfamilie Sietweis ist gegen Ende des Vorjahres in den Ruhestand gegangen und sucht einen Käufer für das beliebte Ausflugslokal mit seiner großen Geschichte.

Der Kaufpreis für das 8.866 m große Grundstück beträgt 930.000 Euro lastenfrei. Mit dem Verkauf wurde mit Bernhard Holz von R.V.G. Immobilien (Realitäten Verkehrs-Gesellschaft m.b.H) ein Stammgast und Freund der Gastwirtefamilie beauftragt. Er weiß: „Der Betrieb ist durch seine Ausstattung und Lage bestens für jede Art von Feiern geeignet, bietet aber auch für Individualisten eine erholsame und einladende Atmosphäre mit dem gewissen Etwas.“

Das geschichtsträchtige Waldgasthaus befindet sich an der Peripherie Badens mitten im Grünen unterhalb der Ruine Scharfeneck. Bereits in der Biedermeierzeit stand an der Stelle ein Musikpavillon, wo Lanner und Strauß musizierten.

Bereits zahlreiche Interessierte

Gina Sietweis-Knebel und ihr Mann Johann Sietweis gehen mit einem lachenenden und einem weinenden Auge in den Ruhestand. Realisiert haben sie ihr Gastro-Ende noch nicht – „so richtig spüren werden wir das erst am 1. April, wo wir sonst immer aufgemacht haben“. 2010 haben sie die Hauswiese von Günther Höllthaler gekauft und nach einem Generalumbau am 11. Juni erstmals aufgesperrt. In Wien haben sie zuvor das 77 Jahre als Familienbetrieb geführte Café-Restaurant „Servus“ geführt.

Sietweis-Knebel hofft, dass das Haus weiterhin als Gastronomielokal geführt wird. Laut Immobilienverkäufer Bernhard Holz gibt es bereits zahlreiche Interessierte, aber der oder die Richtige sei noch nicht dabei gewesen. Falls sich kein Käufer finde, sei auch eine Verpachtung möglich. Hauptsache, die Besucher aus Nah und Fern können künftig weiterhin in der Hauswiese einkehren. Es werde ein bestens eingeführter Betrieb vergeben: „Wir haben alles neu gemacht, auch Wasser und Kanal – vor uns gab es nur eine Senkgrube und Brunnenwasser“, so Sietweis-Knebel. Ihre Nachfolger könnten „sofort anfangen“. Interessierte können sich unter 0664/3037231 melden.