Berndorf: Attacke auf Fluthelfer. Ein Schaulustiger wollte sein Fahrzeug nicht aus dem Gefahrenbereich entfernen und beschimpfte die Feuerwehr. Fast wären Fäuste geflogen.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 11. August 2014 (08:27)
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Geschockt: Georg Prenn und Mario Schönleitner. Holzinger. Foto: Presse
NOEN, Presse/DIETMAR HOLZINGER
Die Uneinsichtigkeit so mancher Schaulustiger schockiert die Hilfskräfte. Immer wieder werden sie bei ihrer Arbeit nicht nur behindert, sondern manchmal auch noch auf das Gröbste beschimpft.

Wüste Beschimpfungen als Reaktion auf Bitte

Beim letztwöchigen drohenden Hochwasser versuchte die Freiwillige Feuerwehr Berndorf so schnell wie möglich, alle erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, um der anrollenden Flutwelle entgegenzutreten. Unter anderem wurde auch die Brücke in Richtung Bahnhof gesichert.

Als einer der Schaulustigen von Probefeuerwehrmann Georg Prenn gebeten wurde, sein Auto aus dem Gefahrenbereich zu bringen, wollte das der Autofahrer partout nicht einsehen und begann den Feuerwehrmann und die herbeieilenden Kameraden wüst zu beschimpfen. Sogar ein Handgemenge lag bereits in der Luft, wenn nicht die Exekutive rechtzeitig eingeschritten wäre.

„Feuerwehrneulinge werden erheblich demotiviert“

FF-Kommandant-Stellvertreter Mario Schönleitner: „Ich selbst bin ja so ein Benehmen schon fast gewöhnt, aber gerade Feuerwehrneulinge schrecken solche Erlebnisse total ab. Wir freuen uns immer, wenn junge Leute bereit sind, bei uns mitzuarbeiten. Aber durch diese Missachtungen unserer Arbeit werden sie erheblich demotiviert.“

Auch der Berndorfer Kommandant Richard Maier nimmt zu diesem Vorfall Stellung: „Es ist traurig, dass die Bevölkerung nicht den Anweisungen der Freiwilligen Feuerwehr Folge leistet. Es musste sogar die Exekutive eingreifen, da es fast zu einer Schlägerei gekommen wäre. Dabei wollen wir doch nur unsere Aufgabe wahrnehmen und die Bevölkerung schützen.“