Bürgerinitiative gegründet: Hände weg vom Kremesberg

Erstellt am 18. April 2022 | 04:36
Lesezeit: 2 Min
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Treffen der überparteilichen Bürgerinitiative: Harald Eberl, Susanne Lambropoulos, Johanna Haigl, Lieselotte Krendelsberger mit Enkelkindern, Piroska Schabauer und Familie Bornatowicz, Birgit Müller und Gabriele Handl.
Foto: Gabriele Handl
Bürgerinitiative fordert Erhaltung von Grünland in Berndorf.
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Große Aufregung gibt es über das örtliche Entwicklungskonzept in Berndorf. Gegen die Verbauung am Kremesberg und der Wankenwiese sammelt eine überparteiliche Bürgerinitiative rund um Harald Eberl (fridays-for-future, Berndorf) und Susanne Lambropoulos (Grüne Pottenstein-Fahrafeld) Unterschriften.

„Wir haben uns zur überparteilichen Bürgerinitiative zusammengefunden, da wir der Meinung sind, dass dieses Konzept keine Rücksicht auf das Prinzip des Schutzes wertvoller Böden sowie auf Klima- und Artenschutz nimmt. Außerdem wird das Natura 2000-Vogelschutzgebiet und das Landschaftschutzgebiet Biosphärenpark Wienerwald zu wenig berücksichtigt“, erklärt Pressesprecherin Johanna Haigl. Im Herbst 2021 wurden 16 Hektar am Kremesberg als „Kurzfristige Entwicklungsgebiete für Siedlungserweiterungen“ ausgewiesen und sollen in absehbarer Zeit verbaut werden. Für die Wankenwiese in St. Veit habe der Gemeinderat bereits 2020 einen Grundsatzbeschluss zur Umwidmung für eine Verbauung gefasst.

Gefordert wird, „das wertvolle Acker- und Grünland zu erhalten. Der Kremesberg soll so wie die Wankenwiese Naherholungsgebiet bleiben und seine Quellen als Wasserreserven geschützt.“

Bürgermeister Franz Rumpler (ÖVP), nimmt die Einwände ernst. Er meint jedoch: „Es dürften Missverständnisse im Umlauf sein, es gibt ein kleinräumiges Projekt aus 2018, welches aber momentan nicht umgesetzt wird.“ Er könne die Aufregung nicht nachvollziehen und lädt die Initiatoren auf ein Gespräch ein.

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