Gemeinderatswahl 2020 schon jetzt im Fokus. Rochade bei Berndorfer UBV und ein neuerlicher Aderlass bei SPÖ bestimmen politische Diskussionen.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 22. August 2019 (03:35)
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Die Liste UBV (unser Berndorf verändern) mit dem jetzigen Listenführer Gerald Aster und Mitstreiter Andreas Kronfellner setzt auf Teamwork.

Die kommenden Gemeinderatswahlen sorgen in der Stadtgemeinde bereits für allerlei Spekulationen. Diese betreffen unter anderem auch die Liste UBV (unser Berndorf verändern), die bei der vorigen Wahl mit drei Mandaten erstmals ins Ortsparlament einzog.

Gibt es einen Deal mit den Sozialdemokraten?

Der bisherige Listenführer Gerald Aster soll 2020 angeblich Andreas Kronfellner den Vortritt lassen. Ferner gibt es auch Gerüchte, dass Kronfellner bereits einen Deal mit dem Team von Kurt Adler (SPÖ) ausgehandelt hätte, wobei Kronfellner den Vizebürgermeister stellen würde. So weit hergeholt scheinen einige dieser Vermutungen nicht zu sein, wie Andreas Kronfellner erklärt: „Die UBV hat keinen Listenführer. Wir werden wieder mit der erfolgreichen Doppelspitze Kronfellner/Aster sowie weiteren neuen Kandidaten zur Gemeinderatswahl 2020 antreten. Die Reihung der Personen auf der Wahlliste wird im Team festgelegt, doch werde ich voraussichtlich die Nummer eins sein.“

Lediglich die angeblich bereits getätigten Koalitionsverhandlungen mit dem Team Kurt Adler dementiert Aster: „Die UBV redet mit allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen. Wir werden von allen auch oft um unseren Rat gefragt. Davon aber nun eine Koalition mit irgend jemandem vor der Gemeinderatswahl abzuleiten entbehrt jeder Grundlage und ist nicht angebracht. Die Bevölkerung möchte vielmehr, dass alle Rathausparteien zum Wohle von Berndorf arbeiten. Und da gehört es eben dazu, dass man miteinander kommuniziert. Es gibt also eine gute Gesprächsbasis mit allen.“

Kurt Hoffer tritt nicht mehr für die SPÖ an

Gerüchte und Spekulationen sind auf der Tagesordnung, ob es zusätzlich noch die eine oder andere neue Liste geben wird.

Tatsache ist auf jeden Fall, dass der bisherige SPÖ-Stadtrat Kurt Hoffer nicht mehr für die Sozialdemokraten antreten wird und dies der Fraktion auch bereits mitgeteilt hat.

Parteiobfrau Angelika Wille steht dem gelassen gegenüber: „Kurt Hoffer hat mir in einem sehr offenen persönlichen Gespräch mitgeteilt, nicht für die Gemeinderatswahl 2020 zu kandidieren. Der Grund, den er mir nannte, ist eine eventuelle berufliche Veränderung. Er führt sein Amt als Stadtrat für Unterricht und Sport bis jetzt zur vollsten Zufriedenheit aller aus und wird dies auch bis zum Ende der Legislaturperiode wahrnehmen. Ich bedanke mich bei ihm für seine ausgezeichnete Arbeit in den letzten viereinhalb Jahren und wünsche ihm beruflich und privat alles Gute.“

Ob Hoffer bei einer Liste kandidieren wird, steht noch in den Sternen und wurde von ihm auch nicht bestätigt: „Ja, ich habe unserer Fraktion mitgeteilt, dass ich nicht mehr dabei sein werde. Die Parteispitze wollte aus Planungsgründen eine sofortige Entscheidung, was nachvollziehbar ist. Da ich mich aber frühestens Mitte Oktober entscheiden werde, ob ich überhaupt in der Politik bleiben möchte, konnte ich keine Antwort geben. Auf jeden Fall ist es sehr interessant, dass bei diversen Spekulationen, ohne mein Zutun, immer wieder mein Name fällt. Vielleicht ist das auch eine kleine Wertschätzung meiner bisherigen politischen Tätigkeit. Aber wie auch immer, meine Absage an die Fraktion hat nichts mit einer Liste oder sonst etwas zu tun.“