Gericht verurteilte rabiaten Autofahrer. Weil der Pkw-Lenker vor ihm zu langsam durch Berndorf gefahren sei, rastete 44-Jähriger aus und drohte.

Von Birgit Steinbock. Erstellt am 23. September 2020 (03:22)
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„Nicht schuldig“ bekannte sich ein 44-jähriger Mann, dem von der Staatsanwaltschaft Nötigung und gefährliche Drohung vorgeworfen wurde. Der Mann hat, laut Opfer und Beifahrer, am 7. Juli gegen 22 Uhr, mit seinem Auto den anderen Wagen zum Bremsen gezwungen und dann den Fahrer bedroht und beschimpft.

Die Opfer, ein 37-Jähriger, und sein Bruder, 44, erzählten vor Gericht, dass der Mann im Gemeindegebiet von Berndorf hinter ihnen gefahren sei und mehrfach die Lichthupe betätigt habe. Der 37-Jährige erklärte vor Gericht: „Ich fuhr aber eh 45 oder 50 Stundenkilometer, wie erlaubt. Dann hat er mich überholt und ist sofort stehen geblieben.“ Er musste auch stehen bleiben und der Angeklagte sei aus dem Auto gesprungen und habe ihn gefragt, warum er so langsam fahre. Dann habe er ihm gedroht, ihm eine reinzuhauen. Als der Bruder ausstieg „hat er mich ebenfalls beschimpft und etwas von abstechen gesagt“. Der Ältere zeigte vor Gericht, dass der Mann auch Stichbewegungen mit der Hand gemacht habe.

Der Angeklagte sagte, er habe sich geärgert, weil der vor ihm so langsam gefahren sei. „Ich habe ihn überholt und er hat mir den Finger gezeigt. Ich blieb stehen und wir haben uns beschimpft. Von Abstechen war nie die Rede.“

Die Richterin glaubte den Opfern und verurteilte den rabiaten Fahrer zu drei Monaten bedingt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.