Bevölkerung von Leobersdorf lehnt Krematorium ab

Erstellt am 23. Juni 2013 | 18:34
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Foto: NOEN, zVg
Die Volksbefragung am Sonntag brachte mit 60,42 Prozent gegen den Bau eines Krematoriums ein deutliches Ergebnis.
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Leobersdorf - Die Bevölkerung von Leobersdorf (Bezirk Baden) hat sich am Sonntag mehrheitlich gegen die Errichtung eines Krematoriums ausgesprochen. Bei einer Volksbefragung gab es 39,58 Pro- und 60,42 Prozent Kontra-Stimmen, teilte die Marktgemeinde am Nachmittag mit.

"Soll in Leobersdorf ein Verabschiedungszentrum (Krematorium) errichtet werden, welches dem neuesten Stand der Technik entspricht und über optimale Filteranlagen verfügt?", hatte die Fragestellung gelautet. 2.059 der 2.074 dazu am Sonntag abgegebenen Stimmen waren gültig. 815 lauteten auf "Ja", 1.244 auf "Nein".

Der Leobersdorfer Gemeinderat hatte sich mehr als ein Jahr lang im Finanz- und Verwaltungsausschuss und im Gemeindevorstand unter Beteiligung aller Fraktionen mit dem Thema Krematorium beschäftigt. "Am Ende des umfangreichen Entscheidungsfindungsprozesses stand der einstimmige Beschluss zu einer Projekt-Beteiligung durch die gemeindeeigene Kommunale Immobiliengesellschaft", so das Rathaus.

"Wir verpassen eine tolle Chance, wenn wir dieses Verabschiedungszentrum nicht bauen", hatte sich Bürgermeister Andreas Ramharter (Liste Zukunft Leobersdorf) vor der Volksbefragung in einer Amtsblatt-Sonderausgabe für das Krematorium mit privaten Projektpartner ausgesprochen. "Mit diesem Verabschiedungszentrum können wir Arbeitsplätze schaffen, Impulse für die örtliche Wirtschaft setzen und Einnahmen für die Gemeindekassa generieren."
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