44 von 43.865 Corona-Tests sind positiv. Im Bezirkevergleich führte Baden die zweitmeisten Tests in NÖ durch. Bürgermeister zeigten sich mit Organisation zufrieden.

Von Stephanie Pirkfellner, David Steiner und Thomas Lenger. Erstellt am 16. Dezember 2020 (05:55)
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Pottensteins Bürgermeister Daniel Pongratz (SPÖ) ging mit gutem Beispiel voran.
Pirkfellner, Gemeinde Pottenstein

Laut testung.at-Dashboard wurden im Bezirk Baden im Rahmen der Massentests 43.865 Testungen durchgeführt. Im Bezirksvergleich liegt Baden damit auf Platz zwei hinter St.Pölten-Land.

44 Antigentests waren positiv und führten zu PCR-Nachuntersuchungen. Niederösterreichweit deutete sich bis Redaktionsschluss an, dass sich etwa 70 Prozent der positiven Resultate bestätigen ließen.

Mit 37,93 Prozent Beteiligungsrate zählte Niederösterreich zu den testfreudigeren Bundesländern. Insgesamt blieb die Beteiligung aber hinter den Erwartungen. Die meisten Gemeinden planten Kapazitäten für die Hälfte aller Testberechtigten ein.

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Alland bot eine Drive-in-Teststraße am Bauhof an.
Pirkfellner, Gemeinde Pottenstein

Dennoch fielen die ersten Reaktionen aus Bürgermeisterkreisen durchwegs positiv aus. Besonders zufrieden zeigte man sich mit der Organisation. „Danke allen Freiwilligen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eine so professionelle Durchführung ermöglicht haben. Diese Menschen sind großartig! Ein herzliches Dankeschön möchte ich auch der Bevölkerung für ihre rege Teilnahme aussprechen. Die Baden-Familie hat einmal mehr Zusammenhalt und Solidarität bewiesen und ich bin sehr stolz, Bürgermeister dieser besonderen Stadt zu sein“, zeigte sich Badens Bürgermeister Stefan Szirucsek (ÖVP) bewegt.

Bei den Teststraßen wurden manche Gemeinden auch kreativ. Alland etwa bot eine Drive-In-Teststraße am Bauhof an. Der Testvorgang dauerte von der Zufahrt bis zum Verlassen sieben Minuten. Mit ausreichend Testern konnten Personen in zwei Autos gleichzeitig getestet werden. „Ich danke Amtsleiter Andreas Fischer und seinem Team für die gute Zusammenarbeit, wir haben diese Teststraße gemeinsam besprochen und entwickelt. Es wurden keine zusätzlichen Parkplätze benötigt und das Problem mit dem Abstand halten war auch gelöst“, zeigte sich Bürgermeister Ludwig Köck (ÖVP) zufrieden.

Weitere Reaktionen aus dem Bezirk

Ebreichsdorf

3.534 Personen nahmen am Wochenende bei der Covid-Testung in der Feuerwehrscheune in Unterwaltersdorf teil. Davon wurden 2 Personen positiv getestet. Dieser positive Test muss jetzt aber erst mittels PCR Test überprüft werden. Die Beteiligung lag somit bei 29%. „Ich danke nochmals ALLEN HelferInnen, den Feuerwehren, dem Samariterbund, den Mitarbeitern der Gemeinde und vor allem allen BürgerInnen die sich gestern und heute testen ließen“, so Bürgermeister Wolfgang Kocevar in einer ersten Stellungnahme.

Oberwaltersdorf

 „Ich möchte mich beim Team der Bettfedernfabrik, allen voran bei Frau Magister Hauger, bei der Verwaltung, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Roten Kreuz, dem Zivilschutzverband und den freiwilligen Helfern herzlich für die tolle Zusammenarbeit bedanken“, so Bürgermeisterin Natascha Matousek (ÖVP). „Die Testung hat hervorragend funktioniert und es war wirklich ein reibungsloser Ablauf gewährleistet. Insgesamt wurden 1.675 Personen (31%) getestet. Wir hatten zwei positive Fälle“, so die Bürgermeisterin, die sich bereits auf die nächste Testung vorbereitet. „Wir haben bereits darüber beraten, was wir noch verbessern bzw. Wo wir noch personell effizienter werden können“, erklärt  Matousek.

Mitterndorf

"In Mitterndorf stand nach dem ersten und zweiten Testtag folgendes, ernüchterndes, Ergebnis fest: 823 durchgeführte Testungen von möglichen 3.000: 0 positiv, 821 negativ, 2 ungültig Testungen“, informierte Bürgermeister Thomas Jechne von der SPÖ.

Er meint weiter: „Glücklich stimmt mich, dass bei allen Getesten keine ‚Positiven‘ dabei waren - hier möchte ich mich bei allen freiwilligen HerlferInnen und bei den Kameraden unserer Feuerwehr, besonders bei unserem FF-Kommandant, Alexander Richter, die an den Vorbereitungen geholfen haben und am Wochenende die Durchführung der Testungen überhaupt erst ermöglicht haben, recht herzlich bedanken!“

Die Beteiligung betrug in Mitterndorf nur knapp 27,4%. Jechne nimmt als Vergleich die Slowakei: „Dort wurde vor wenigen Wochen fast die gesamte Bevölkerung den Corona-Schnelltests unterzogen - mit dem Hinweis, dadurch einen erneuten Lockdown zu vermeiden. Was ist das Ergebnis kurze Zeit darauf, die Slowakei hat erneut wieder einen stufenweisen Lockdown beschlossen. Daher ist meiner Meinung nach, der Versuch der Massentestungen als gescheitert zu bezeichnen! Die finanziellen und organisatorischen Abwälzungen auf die Gemeinden hinsichtlich dieses Experiments, sind der krönende Abschluss.“

Trumau:

„Dieses Wochenende standen viele Menschen aus unserer Gemeinde, ihren MitbürgerInnen über 20 Stunden für die Abhaltung der Testungen zur Verfügung“, berichtet SPÖ-Bürgermeister und Nationalratsabgeordneter Andreas Kollross in seiner Stellungnahme. „Vor 12 Tagen haben wir erfahren, dass wir als Gemeinde diese Tests durchzuführen haben. Von der Einteilung über die postalische Einladung bis zur Durchführung, war es eine kurzfristig organisatorische Herausforderung. Das geht nur gemeinsam. Deshalb DANKE an alle, die uns dieses Wochenende unterstützt haben. Die SanitäterInnen des Samariterbund Traiskirchen-Trumau, unsere Gemeindebediensteten, freiwillige HelferInnen aus der Bevölkerung, viele Gemeinderäte und die Freiwillige Feuerwehr Trumau. Vereint haben wir dafür gesorgt, einen reibungslosen Ablauf für unsere Bevölkerung kurzfristig aus dem Boden zu stampfen. In Summe haben 1.162 MitbürgerInnen an der Testung teilgenommen. Davon waren alle negativ“, informiert Kollross.

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