Achtung Hundebesitzer: Staupe-Virus ist im Umlauf

Untersuchung bei toten Füchse hat ergeben, dass sie mit Staupe Virus infiziert waren. Dieses ist für nicht geimpfte Hunde fast immer tödlich. Appell der BH.

Erstellt am 04. April 2018 | 05:00
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7193115_wwa11spazier_fuchs.jpg
Viele Füchse sind mit dem Staupen Virus infiziert und zeigen keine Scheu vor Menschen. Hundebesitzer müssen jetzt aufpassen.
Foto: NOEN, NÖN

Im Bezirk Baden wurden in den letzten zwei Wochen mindestens 10 tote Füchse sowie einige mit sonderbarem Verhalten aufgefunden, informiert Bezirkshauptmann Heinz Zimper. Die toten Füchse lagen fallweise in der Nähe von Siedlungen. Zimper: „Die noch lebenden Füchse zeigten keine Scheu vor dem Menschen und litten unter Bewegungsstörungen und Atemnot. Diese Füchse mussten unverzüglich von Jägern getötet werden.“

Bei den seuchentechnischen Untersuchungen konnte eine Infektion mit dem Staupe Virus nachgewiesen werden. Dieses ist zwar mit dem Masernvirus verwandt, die Infektion ist jedoch für den Menschen ungefährlich. Hunde sind aber sehr empfänglich für die Infektion, die etwa durch Speichel, Nasen- und Augensekrete, Kot und Urin kranker Tiere übertragen werden kann. Die beste Prävention stellt die vorbeugende Impfung dar. Hundebesitzer werden daher zum Schutz ihrer Vierbeiner aufgefordert, ihre Hunde regelmäßig impfen zu lassen.

Auch geimpfte Hunde sollten Kontakt mit infizierten Wildtieren meiden

Unabhängig davon sollen aber auch geimpfte Hunde keinen Kontakt mit den infizierten Wildtieren haben. Zimper rät daher, „besonders gut auf seine Hunde beim Spazieren gehen zu achten und diese nicht frei herumlaufen zu lassen, um jeden Kontakt mit infizierten Wildtieren oder deren Ausscheidungen zu vermeiden. Zimper: „Auch wenn die Staupe für Menschen ungefährlich ist, sollte man sich einem solchen Tier keinesfalls nähern oder es angreifen.“