Appell: Auf den Wegen bleiben!. Ersuchen, zum Schutz der landwirtschaftlichen Flächen nicht kreuz und quer über Felder, Wiesen sowie durch Weingärten zu gehen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 29. April 2020 (06:01)
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Stefan Szirucsek und Franz Schwabl am Badener Harterberg, wo viele Erholungssuchende gernespazieren gehen. „Bleiben Sie aber auf den Wegen“, appellieren sie.
psb/sap

Neben dem Helenental, dem Wienerwald und den gepflegten Parkanlagen genießen die Badener ihre Zeit auch während der Ausgangsbeschränkungen gerne in den umliegenden Weinbergen. „Leider berichten sehr viele Winzer und Landwirte, dass die Menschen dabei häufig nicht die vorgesehenen Wege benützen, sondern über Felder und zwischen den Weinrieden spazieren“, zeigt sich Bürgermeister Stefan Szirucsek (VP) besorgt.

Gemeinsam mit VP-Stadtrat Franz Schwabl, der als Winzer selbst betroffen ist, appelliert Szirucsek daher: „Um die Produktion heimischer Lebensmittel, den Weinbau und das Leben der Wildtiere nicht zu gefährden, bitten wir dringend, Rücksicht zu nehmen und die vorhandenen Wege zu benutzen.“

„Von uns Landwirten und Weinhauern wird die Produktion hochwertiger heimischer Lebensmittel gefordert und wir bemühen uns auch, die erwünschten Qualitätsstandards zu erfüllen. Wir erwarten von unseren Mitmenschen aber auch bestehende Vorschriften einzuhalten und für die Spaziergänge die Güterwege zu benützen und nicht unsere Felder, Wiesen und Weingärten widerrechtlich zu betreten“, betont auch Bezirksbauernkammerchef Johann Krammel.

Ins selbe Horn stößt auch Bezirksjägermeister Karl Wöhrer: „Durch die erhöhte Frequenz an Fußgängern sind alle Wildtiere extrem beunruhigt. Abgesehen davon, dass jetzt für viele Wildarten wie Feldhasen, Rehe und zum Teil schon Fasane der Nachwuchs da ist oder erwartet wird, ist nicht auszudenken, wenn durch ein aufgeschrecktes Rehrudel, welches in Panik gerät und eine Straße überquert, Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.“ Auch er appelliert daher: „Lassen wir dem Wild den angestammten Lebensraum und benützen wir nur die ausreichend vorhandenen Feldwege“.