Erstellt am 09. Januar 2017, 09:17

von Stefan Jedlicka

Aus Lawine gerettet: Glück für 41-jährigen Tourengeher . Mann aus Bezirk Baden löste in der Steiermark Schneebrett und wurde verschüttet. Kamerad grub ihn aus.

Symbolbild  |  Shutterstock, Andrew Arseev

Abseits der Piste war ein 41-jähriger Tourengeher aus dem Bezirk Baden mit einem Begleiter in der Obersteiermark unterwegs, als er ein Schneebrett löste und verschüttet wurde. Dass sowohl er, als auch sein 32-jähriger Kamerad mit Lawinensuchgeräten und Airbag-Rucksäcken ausgerüstet waren, rettete dem Mann das Leben. Denn der Begleiter ortete den Mann und grub ihn aus.

Die beiden Skitourengeher waren gegen 15.20 Uhr von der Bergstation der Kaiblingalm in den Nordosthang der Kühofenspitze in Haus im Ennstal (Bezirk Liezen) eingefahren. Der 32-Jährige kam ohne Probleme durch den Hang und wartete an einer sicheren Stelle auf seinen Kameraden. Der löste aber schon nach wenigen Schwüngen das Schneebrett und wurde mitgerissen. Er geriet komplett unter die Schneemassen und war nicht mehr zu sehen.

Fünf Hubschrauber im Einsatz

Der 32-Jährige alarmierte sofort die Einsatzkräfte und begann selbst nach seinem Begleiter zu suchen. Während er seinen Freund bereits freilegte, trafen die Rettungskräfte ein und halfen ebenfalls beim Ausgraben. Der unverletzte 41-Jährige wurde anschließend mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Schladming geflogen und zur Beobachtung stationär aufgenommen. Sein 32-jähriger Retter gelangte mit den Einsatzkräften ins Tal zurück.

Insgesamt waren fünf Hubschrauber, darunter auch einer des Bundesheeres, sowie 27 Bergretter, ein Hundeführer und sechs Alpinpolizisten am Einsatz beteiligt.