Badener am Frequency: Das erste Mal am Festival. Für einige junge Leute aus der Region war es überhaupt eine Premiere: Ein Musik-Festival live mit zu erleben.

Von Andreas Fussi und Judith Jandrinitsch. Erstellt am 20. August 2019 (04:28)
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Gina Reiter und ihr Freund Alexander Jakober waren mit Freunden in St. Pölten und hatten jede Menge Spaß: „Es war saugeil!“

Es ist das erste Festival für Lea Formann aus Teesdorf überhaupt, gemeinsam mit ihrem Freund Tobias Reiner konnte sie die Glücksfee auf ihre Seite ziehen. Denn, erzählt Lea: „Die Tickets waren eigentlich schon ausverkauft. Doch dann haben Tobias und ich das Kaufrecht für zwei Karten beim Frequency-Veranstalter direkt gewonnen.“

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Patrick Taus mit Kolleginnen Daniela Grienauer und Katrin Vrbata vor der beeindruckenden Frequency-Kulisse.

Die beiden reisten nicht alleine nach St. Pölten, viele Freunde fuhren mit, „darum haben wir auch Autofahrgemeinschaften gebildet“. Die jungen Leute haben sogar noch tiefer in die Tasche gegriffen und freiwillig 20 Euro mehr bezahlt. Dafür durften sie schon am Mittwoch auf das Gelände, ein Schachzug, der sich ausgezahlt hat. „Wir mussten überhaupt nicht warten, am Donnerstag dann haben sich überall Schlangen von Festivalbesuchern gebildet, die überall anstehen mussten, um auf das Gelände zu kommen“, berichtet Lea.

Die Hilfsbereitschaft sei groß gewesen, das Zelt aufzustellen war kein Problem, freundliche Zelt-Nachbarn überall. Besonders gefreut hat sie sich auf „Moop Mama“, „eine deutsche Großband“, die am Donnerstag ihren Auftritt hatte. Ihr Freund Tobias, der in Gumpoldskirchen zuhause ist, hat Lea und ihre Freunde am Sonntag wieder gut nach Hause gebracht. Er hat seine Lieblingsband „Alligator“ live erlebt und zieht eine überwiegend positive Bilanz.

„Natürlich hat man auch aus seiner Komfortzone raus müssen"

Er meint: „Natürlich hat man auch aus seiner Komfortzone raus müssen. Im Zelt schlafen, die Sanitätseinrichtungen am Gelände nutzen, obwohl die Duschen und WC-Anlagen im Container immer sauber waren im Gegensatz zu den Dixi-Klos, das war schon eine eigene Erfahrung. Aber die Abschlussshow am Samstagabend war so gigantisch, das war wirklich ein Wahnsinn.“

Unter den Hunderttausenden ist auch Patrick Taus aus Reisenberg, der bei der Raiffeisen Regionalbank Mödling als Jugendberater und Kundenbetreuer arbeitet. Er war das erste Mal beim Frequency – „generell war ich das erste Mal überhaupt auf einem Festival!“, erzählt er der NÖN.

Und wie hat es ihm gefallen? „Sunrise Avenue war mörderisch geil – Swedish House Mafia sind heute noch am Programm! Die Stimmung ist einfach unbeschreiblich spitzenmäßig“, berichtet er am zweiten Tag. Als Raiffeisen-Mitarbeiter, die Bank sponsert das Festival, bekam Taus spezielle Einblicke hinter die Kulissen des Festivals im Rahmen einer Backstage-Führung.

Der Reisenberger hatte bei einem Vertriebswettbewerb zudem Glamping Tickets gewonnen und konnte demnach im Backstagebereich in Hütten statt im Zelt übernachten.

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