Chemikalien und illegale Schusswaffen sichergestellt. Ein großes Arsenal an Schuss- und Faustfeuerwaffen sowie sprengstofffähige Substanzen fanden Beamte.

Von Martin Gruber-Dorninger. Update am 23. Dezember 2019 (12:23)
LPD NÖ/LVT

Im September erwischte die Polizei einen 50-jährigen Mann beim Ladendiebstahl auf frischer Tat. Die Beaten ließen eine Hausdurchsuchung folgen und entdeckten ein riesiges Waffenlager. Sofort wurde das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung eingeschaltet.

Insgesamt fand man fünf verbotene Waffen, wie Maschinenpistolen, 58 genehmigungspflichtige Faustfeuerwaffen und 16 Waffen, die registriert hätten werden sollen. Zudem hatte der Mann auch ein großes Arsenal an Chemikalien.

Darunter Aceton, Wasserstoffperoix, Salzsäure, Schwefelsäure, Kaliumnitrat, gelber Phosphor. „Die Chemikalien sind an sich nicht verboten. Man kann damit aber Sprengstoff herstellen“, erklärt ein Beamter gegenüber der NÖN.

Der Mann gab bei der Vernehmung an ein Waffennarr zu sein und er habe die Chemikalien seit 25 Jahren in seinem Besitz. Aus Interesse an Chemie, gab er zu Protokoll.
Die Ermittlungen ergaben bei dem Österreicher ohne Migrationshintergrund aber keine "nachweislichen extremistischen oder terroristischen Verbindungen", sagte Roland Scherscher vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT).