Corona: Neue Gratis-Tests in Planung. Nach der im Bezirk Baden erfolgreichen zweiten Massentestreihe sollen nun vier ständige Corona-Testmöglichkeiten nach Baden, Traiskirchen, Berndorf & Unterwaltersdorf kommen.

80 ehrenamtliche Helfer halfen dabei, die drei Teststraßen in Pfaffstätten zu betreuen und garantierten einen reibungslosen Ablauf.
Peter Artner

Nach den erfolgreichen Massentests am Wochenende werden nun auch im Bezirk Baden kostenlose Corona-Testmöglichkeiten überlegt. Laut Ebreichsdorfs Bürgermeister Wolfgang Kocevar sollen vier Stationen eingerichtet werden – in Baden, Traiskirchen, Berndorf und Unterwaltersdorf. „Wir stehen derzeit in intensiven Gesprächen mit dem Land und dem Bund und wollen in Ebreichsdorf fix jeden Dienstag und Freitag von 18 bis 20 Uhr testen“, sagt Kocevar. „Ich rechne noch in dieser Woche mit einer Einscheidung. Wir könnten dann in Kooperation mit dem Samariterbund sofort starten.“

Bei den Massentestungen im Bezirk zwischen 15. und 17. Jänner wurden laut Bezirkshauptfrau Verena Sonnleitner über 44.800 Antigen-Testungen durchgeführt. Davon waren 91 positiv, wovon sich beim PCR-Test dann 44 positiv bestätigten, 21 waren PCR negativ, offen waren zu Redaktionsschluss 26. Insgesamt betrage der Stand an Coronapositiven im Bezirk Baden mit 17. Jänner 375, das sind um 51 weniger als in der Vorwoche. 300 sind in der Zeit genesen, 250 neu positiv dazugekommen, eine Person ist verstorben.

Mit 8.411 Getesteten schaffte es die Stadt Baden gegen den NÖ-Trend, die Teilnehmerzahl vom Dezember (7.626 Getestete) deutlich zu steigern. 31 waren positiv. „Ein großes Dankeschön an alle Badener, die teilgenommen und damit Solidarität und Zusammenhalt bewiesen haben. Mein Dank richtet sich auch an die vielen Freiwilligen, die sich in den Dienst der Sache gestellt und beigetragen haben, einen sicheren Ablauf zu gewährleisten“, erklärt Bürgermeister Stefan Szirucsek, ÖVP.

Auch Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ, aus Traiskirchen ist mit der Testbeteiligung in seiner Stadt mehr als zufrieden. Babler: „Der Samariterbund nahm 6.539 Testungen vor, das sind über 500 mehr als bei der letzten Testreihe Mitte Dezember. Mit einer Beteiligung von knapp 40 Prozent liegen wir weit über dem Landesdurchschnitt.“

Babler bedankte sich bei seinem „gesamten Team, auch für die Bereitschaft, sich vorher einschulen zu lassen“ und ganz besonders auch bei „meinen Kolleginnen und Kollegen vom Samariterbund, die die Abstriche tadellos vorgenommen haben“. Mit den Antigen-Tests wurden acht Personen entdeckt, die Covid 19-positiv waren, „die werden jetzt mit einem PCR-Test nachgetestet“, betonte Babler. Ein großes Dankeschön ging auch an die Bevölkerung, an alle, die sich testen ließen, „ihr seid einfach großartig“, sagte Babler in einer Videobotschaft.

Auch Pfaffstättens Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Christoph Kainz, ÖVP, ist mit der Beteiligung an den Massentests sehr zufrieden. Er merkt an: „Im Dezember nahmen 1.367 Personen an den Test teil, jetzt waren es 1.421 Personen. Wir hatten bei den Tests keinen einzigen Covid-Fall.“ Was Kainz aber besonders großartig findet, ist das Engagement der Bevölkerung. „Es war wirklich sensationell. Über 80 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben an diesen zwei Tagen bei den drei Teststraßen geholfen. Das alles so klaglos funktioniert hat, ist nur der Zivilgesellschaft zu verdanken. Ärztinnen und Ärzte, Sanitäter und Mitbürger, die zuvor eingeschult wurden, haben diese Massentests getragen“, betont Kainz.

Auch In Alland waren diesmal mehr Personen testen als im Dezember. Bürgermeister Ludwig Köck, ÖVP, führt die höhere Zahl der Testungen auf die Angst der Bevölkerung vor dem mutierten Virus zurück und die rasche Abwicklung der Testung in der Teststraße, bei der die Probanden im Auto sitzend getestet werden konnten.