Coronavirus: Mehr Vorsicht im Alltag ist gefordert. Supermärkte, Schulen und Veranstalter im Bezirk ergreifen Vorsichtsmaßnahmen. Größere Einschränkungen blieben bis jetzt aus.

Von David Steiner. Erstellt am 03. März 2020 (03:04)
Vorübergehend klafften Lücken in Supermarkt-Regalen.
privat

Auf die Meldungen erster Corona-Fälle in Österreich reagierten Teile der Bevölkerung mit Hamsterkäufen. SPAR und die REWE Group bestätigen eine erhöhte Nachfrage von haltbaren Lebensmitteln. Beide Unternehmen seien auf die verstärkte Nachfrage gut vorbereitet und könnten Liefermengen entsprechend anpassen, erklärten deren Pressesprecher.

Für den schulischen Bereich sieht die Bildungsdirektion NÖ Grund zur Vorsicht. Sie steht in ständigem Kontakt mit zuständigen Behörden und informiert Schulen verstärkt. Es bestehe derzeit kein Grund, Schulveranstaltungen abzusagen. Bei Auslandreisen gelte es, aktuelle Reisewarnungen zu beachten, betont Susanne Schiller aus dem Stab des Bildungsdirektors.

In der Sportszene waren Österreicher nur bei internationalen Events betroffen. Der Ebreichsdorfer Radsportler Patrick Konrad, unterwegs bei der Rundfahrt der Vereinigten Arabischen Emirate, stand vorübergehend unter Quarantäne und dufte diese am vergangenen Sonntag, 1. März, verlassen. In einem italienischen Rennstall waren zwei Fälle des neuen Corona-Virus aufgetreten. Das Radrennen wurde abgebrochen.

„Wir ziehen unsere Veranstaltung durch“, erklären die Organisatoren der „Badener eSports Arena“, die von 17. bis 19. April in der Halle B in Baden stattfindet. Sie verweisen darauf, dass sie keine internationalen Gäste erwarten. Im Casino Baden habe man Hygienemaßnahmen verstärkt. Besucherrückgänge oder Absagen seien bislang nicht zu verzeichnen, erklärt ein Casino-Sprecher.

Neben verstärkten Hygienemaßnahmen werde nach Empfehlung der Erzdiözese Wien derzeit auf die Kelch- und Mundkommunion verzichtet, berichtet der Badener Pfarrer Clemens Abrahamowicz.