„Grusel-Clowns“ von Polizei ausgeforscht. Verkleidete Gestalten schreckten Autofahrer. In Ebreichsdorf wurde ein 16-jähriges Mädchen gar bedroht.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 01. November 2016 (05:16)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Fragwürdiger Spaß. Sogenannte „Grusel-Clowns“ erschrecken Autofahrer oder Passanten und sorgen für Gefahr.
APA

Es gibt sie auch im Bezirk Baden. Die in den vergangenen Wochen aufgetauchten „Grusel Clowns“, die Passanten und Autofahrer schocken wollen und damit schon für lebensgefährliche Situationen gesorgt haben.

In Deutschland stach zuletzt ein 14-Jähriger auf einen Freund ein, der ihn erschreckt hatte. So dramatisch ist die Situation im Bezirk zwar nicht, in Pfaffstätten verursachten zwei Grusel-Clowns aber in der vergangenen Woche bereits Gefahr auf der Hauptstraße. Denn die beiden verkleideten Gestalten rannten am Nationalfeiertag kurz nach 7 Uhr morgens schreiend und mit Drohgebärden auf vorbeifahrende Autos zu.

Eine geschockte Lenkerin, die an der Kreuzung Hauptstraße/Rudolf Kaspar-Gasse von den Clowns erschreckt wurde, erstattete Anzeige. Eine sofort losgeschickte Streife konnte die Übeltäter zwar nicht ausfindig machen, weitere Erhebungen der Polizei hatten aber Erfolg. Die beiden wurden ausgeforscht und wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.

 Konfrontationen aus dem Weg gehen

 Weniger dramatisch verliefen zwei Fälle in Berndorf, wo ebenfalls Grusel-Clowns beim Bahnhof gesichtet wurden. Ein Bewohner des Landesjugendheimes Pottenstein berichtete, er habe eine verkleidete Gestalt am Steuer eines Wagens gesehen.

Ganz und gar nicht lustig verlief die Begegnung mit einem vermeintlichen Scherzbold hingegen für eine 16-Jährige in Ebreichsdorf. Das Mädchen war kurz nach 6 Uhr morgens auf dem Weg zum Bahnhof, als plötzlich beim Spielplatz in der Rechten Bahnzeile ein Grusel-Clown aus dem Gebüsch sprang und sie mit einem „waffenähnlichen Gegenstand“ bedrohte, wie das geschockte Mädchen bei der Polizei angab. Nähere Angaben zum Täter konnte sie jedoch nicht machen, da der Mann rasch wieder „hämisch lachend“ das Weite gesucht habe.

Die Polizei nehme Fälle wie diese ernst, versichert Günther Skrianz, Leiter des Kriminaldienstes beim Bezirkspolizeikommando Baden. „Es kann zu wirklich gefährlichen Situationen kommen. Ich hoffe, dieser Trend lässt nach Halloween jetzt wieder nach.“ Und er rät: „Konfrontationen aus dem Weg gehen. Prinzipiell ist es natürlich nicht verboten, sich als Clown zu verkleiden. Wer sich bedroht fühlt, soll seine Beobachtungen aber der Polizei melden.“