Jugendliche am Bahnhof beraubt. Fünf Burschen aus dem Bezirk Baden sollen drei Jugendliche aus Wiener Neustadt beraubt haben. Alle fassten nun Strafen aus.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 18. September 2018 (03:58)
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Symbolbild

Wegen Raub und versuchtem Raub standen fünf junge Männer zwischen 17 und 19 Jahren aus dem Bezirk Baden vor dem Landesgericht in Wiener Neustadt. Ihnen wurde vorgeworfen, dass sie am 5. April am Bahnhof in Wiener Neustadt drei Jugendliche aus der Stadt beraubt haben sollen.

Der Hauptangeklagte soll einen der Burschen zu einem Platz ohne Videoüberwachung gelotst haben und ihm dort sein Feuerzeug weggenommen haben. Als die weiteren Opfer und Täter dazukamen, soll der Erstangeklagte dem Feuerzeug-Besitzer einen Faustschlag ins Gesicht versetzt haben und alle drei Opfer aufgefordert haben, ihre Wertsachen abzugeben. Außerdem sollen die Täter Suchtgift gefordert haben, das die Opfer aber gar nicht hatten. Einem der Opfer wurde sein Messer abgenommen und der junge Mann danach damit bedroht.

Anwälte bezweifeln Vorwurf des Raubes

Ein Anruf am Handy brachte einem Opfer die Möglichkeit wegzugehen, ein zweiter konnte auch weglaufen und der dritte Bursche wurde von den Tätern aufgefordert, seine Freunde zu suchen und ihnen 20 Euro abzunehmen. Falls er das nicht tun sollte. Der junge Mann wurde mit dem Zusammenschlagen bedroht, falls er den Auftrag nicht ausführen sollte.

Zu 12 Monaten bis 1,5 Jahren verurteilt

Die Verhandlung verlief auf Antrag der Verteidiger unter Ausschuss der Öffentlichkeit. Zuvor bezweifelten die Anwälte aber das Vorliegen eines Raubes, weil mit den Opfern „zuvor gemeinsam geraucht und über Fußball geredet worden ist“.

Die Schöffen sahen die Sache anders und verurteilten die fünf Angeklagten zu Strafen zwischen 12 Monaten bedingt und dreieinhalb Jahren unbedingt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.