Milchtransporter umgekippt: A2 stundenlang gesperrt. Ein schwerer Lkw-Unfall ereignete sich am frühen Montag-Morgen kurz nach 5.00 Uhr auf der A2 im Bezirk Baden. Ein Transporter, der vor allem Butter und Topfen geladen hatte, war in Fahrtrichtung Graz zwischen Baden und Bad Vöslau umgekippt.

Von Thomas Lenger. Update am 29. Juni 2020 (13:45)

Laut Feuerwehr war der Lkw gegen die Beton-Mittelleitwand geprallt und umgestürzt. Eine Komplettsperre der A2 in Fahrtrichtung Süden war die Folge.

Der Stau erreichte laut ÖAMTC eine Länge von etwa zehn Kilometern. Es wurde eine großräumige Umleitung über Knoten Guntramsdorf A3 - Knoten Eisenstadt S31 - Knoten Mattersburg S4 zurück zum Knoten Wiener Neustadt auf die A2 Richtung Graz eingerichtet.

Mehr als fünf Stunden blockierte der umgekippte Lkw die A2 in Fahrtrichtung Graz. Kurz vor 10.45 Uhr schließlich konnte die ASFINAG die ersten drei Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigeben. Die vierte Spur bleibt bis zur Beendigung der Reparaturarbeiten – die Betonleitwand wurde beschädigt - noch gesperrt.

50-Tonnen-Kranfahrzeug angefordert

Für die Lkw-Bergung auf der Südautobahn wurde das 50-Tonnen-Kranfahrzeug der FF Mödling angefordert, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando Baden. Das Schwerfahrzeug musste entladen werden, ehe es wieder aufgestellt werden sollte. Das Sattel-Kfz hatte den Einsatzkräften zufolge etwa 17 Tonnen Speisetopfen in Kübeln an Bord.

Reifenplatzer als mutmaßliche Ursache

Als mutmaßliche Ursache für den Unfall des Milch-Lastwagens gilt laut Landespolizeidirektion Niederösterreich ein Reifenplatzer. Das Schwerfahrzeug war von einem 55-jährigen slowenischen Staatsbürger gelenkt worden. Der leicht verletzte Chauffeur wurde in das Landesklinikum Baden gebracht.

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