Müll wird besser getrennt. Statistik 2018 glänzt durch positive Entwicklungen beim Recycling.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 16. April 2019 (04:16)
Abfallberater ManfredKowatschek, Verbandsobmann Franz Gartner,Geschäftsführer HerbertFerschitz und AbfallberaterFloridus Beck.
Fussi

Mit 76.643 Tonnen wurde vom Gemeindeverband für Abfallwirtschaft und Abgabeneinhebung (GVA) Baden im Vorjahr um knapp 9.000 Tonnen mehr Abfall aus den Haushalten im Bezirk Baden gesammelt als 2017. Über 64 Prozent dieser Abfälle wurden zur Wiederverwertung weitergegeben.

„Der gestiegene Recyclinganteil zeigt den Erfolg unserer Bemühungen um Abfallvermeidung und Abfalltrennung“, sagt Herbert Ferschitz, Geschäftsführer bei der Präsentation der Abfallstatistik des Vorjahres. Nach wie vor funktionierte die Abfalltrennung in den Haushalten des Bezirkes Baden vorzüglich. Pro Einwohner wurden 133 Kilogramm Abfall über die Restmülltonnen und 115 Kilo Bioabfall über die Biotonnen entsorgt.

„Der gestiegene Recyclinganteil zeigt den Erfolg unserer Bemühungen um Abfallvermeidung und Abfalltrennung“

Obmann Vizebürgermeister Franz Gartner weist vor allem auch auf die Wichtigkeit der Sammlung von Lithium-Akkus hin. Für diese wurden bei den Altstoffsammelzentren aller Gemeinden gesicherte Sammlungen eingerichtet. Dort werden alle Elektroaltgeräte mit Akkus kostenlos übernommen. „Wichtig ist bei der Verwendung von Lithium-Akkus eine richtige Handhabung der Geräte, in die diese eingebaut sind“, informiert Gartner. Denn Akkus reagieren besonders auf Wärmezufuhr und mechanische Beschädigungen. Fällt ein Gerät auf den Boden, können Risse in den Akku-Membranen entstehen. Die Folge: Eventuelle Kurzschlüsse bei den Ladevorgängen, die Brände verursachen können.

NOEN

Für die Advent- und Weihnachtsmärkte wurde ab heuer ein „GVA-Baden-Winter-Festpaket“ zum Verleih zusammengestellt. Darin sind 200 Stück Häferl in Geschirrspülkörben, in drei unterschiedlichen Farben enthalten. Optional kann ein Industriegeschirrspüler dazu bestellt werden. Ferschitz und Gartner hoffen, dass sich im kommenden Advent weitere Gemeinde anschließen. Die Kosten sind gering: So muss man für 200 Stück Häferl 25 Euro pro Festtag, 50 pro Wochenende und 125 für eine Woche bezahlen. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

„Wegwerfgeschirr-Zeit ist abgelaufen“

Vom GVA Baden wurde 2018 außerdem Mehrweggeschirr, Besteck, Gläser und Geschirrspüler angekauft und zu „GVA-Baden-Festpaketen“ zusammengestellt. „Die Zeit für Wegwerfgeschirr ist damit abgelaufen“ ist Gartner überzeugt. Im Herbst 2018 wurden 20 „GVA-Baden-Festpakete“ verliehen.

Besonders gut laufen auch die Flurreinigungsaktionen unter dem Motto „Stopp Littering“: „Wir danken allen Vereinen, Feuerwehren und anderen Gruppierungen, die hier mittun, denn ohne sie würde es nicht funktionieren“, sagt Gartner. Der GVA Baden trägt die Kosten der Entsorgung der gesammelten Abfälle und stellt mit Handschuhen, Sammelsäcken und Warnwesten einige Hilfsmittel zur Verfügung.

Seit einigen Jahren bietet der Badener Abfallverband zudem für die Volksschüler des Bezirkes ein Umwelttheaterstück im Klassenzimmer an. Die Inhalte kreisen um AnTONNIa, eine sprechende Restmülltonne, die von einer Schauspielerin verkörpert wird, und viele Tipps für die Kinder hat. Schulen können sich auf www.gvabaden.at anmelden. Die Kosten werden vom GVA übernommen.

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