Museen begeistern mit Ideen. Ob Sonderausstellung, kleine Überraschungen zum Mitnehmen oder Literatur im Park – tolles Programm wartet.

Von Elfi Holzinger und Judith Jandrinitsch. Erstellt am 14. Mai 2019 (03:01)
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Traiskirchens Stadtarchiv- und Museumsleiterin Karin Weber-Rektorik freut sich gemeinsam mit Christian Judt auf möglichst viele Besucherinnen und Besucher beim Museumsfrühling. 

„Wir haben darum gekämpft, mitzumachen“, sagt Helmut Maier, Obmann des Vereins „Literarischer Cirkel Thermenland“ aus Tribuswinkel. Denn der Literaturpfad im Schlosspark Tribuswinkel ist zwar einzigartig in ganz Niederösterreich, nur die Museumslandschaft wollte das nie so Recht anerkennen.

Also kontaktierte Maier die Museumsfrühlingsverantwortlichen und stellte den literarischen Lehrpfad noch einmal vor, denn: „Wir waren auch in keinem Museumsführer vertreten.“

Das hat sich jetzt geändert, und auch das Programm am Sonntag, 19. Mai, kann sich hören lassen. Wie es sich für einen literarischen Verein gehört, wird Literatur präsentiert – „immerhin verfügt der Verein über 30 Autoren“ – erklärt Maier, „wir lesen Geschichten für Kinder und für Erwachsene.“

Literatur unter Platane hören & genießen

Dazu passt das romantische Ambiente des Parks perfekt, vor allem die 300 Jahre alte Platane verströmt ihr ganz eigenes Flair. Eine Verlosung rundet die Veranstaltung ab, wer Glück hat, geht mit einem guten Buch nach Hause. Beschenkt werden auch die Besucher, die am 18. und 19. Mai ins Stadtmuseum Traiskirchen kommen. Hier erzählt Christian Judt spannende Geschichten über den Wiener Neustädter Kanal, dem im Moment eine Sonderausstellung gewidmet ist. Dazu kommt: „Besucher zahlen nur den halben Eintritt, das heißt, Erwachsene zwei Euro, Kinder gar nichts“, berichtet Judt.

Einen Frühlingsgruß in Form einer Naschpflanze trägt die Gärtnerei Fürmsinn bei. „Jeder Besucher bekommt ein Blumenstöckl überreicht“, verrät Judt. Dabei hat die Ausstellung „Die schwimmende Landstraße“ seit der Eröffnung im März schon viele Besucher begeistert. Denn hier wird die Geschichte des Wiener Neustädter Kanals lebendig erlebbar.

Im Nachbarort Pfaffstätten dreht sich im Heimatmuseum alles um den Wein. Museumsleiter Gunther Kacerovsky ist mit seinen Mitstreitern schon seit Wochen dabei, die Ausstellung „Ariel und Omega – Weinbau einst“ vorzubereiten. „Dabei erfährt man alles, wie man den Weinbau noch vor hundert Jahren betrieben hat und was sich im Lauf der Zeit geändert hat“, berichtet Kacerovsky.

Weinbaugeschichte und Kronprinz locken

Eröffnet wird die Sonderschau am Samstag, 18. Mai um 16 Uhr. Und wer den Weinort Pfaffstätten kennt, der weiß, dass es bei der Ausstellung nicht nur bei der Theorie bleiben wird…

Traditioneller Museumsfrühling-Teilnehmer ist das Kaiser Franz Josef-Museum in Baden. Diesmal liegt das Augenmerk auf Kronprinz Rudolf. Museumsleiter Alexander Blümel erzählt: „Heuer können wir mit einem höchst interessanten Thema mitwirken. Ganz in der Nähe – in Mayerling – hat sich vor 130 Jahren der Thronfolger der habsburgischen Krone, Erzherzog Rudolf, das Leben genommen. Er hat eine höchst interessante Existenz geführt.“

Eines der Vereinsmitglieder, Rudolf Novak, gilt als einer der führenden Rudolf-Experten weltweit. Er wird eine kleine, aber ausgesuchte Sonderschau gestalten, die durch aussagekräftige Objekte ein Bild des Menschen Kronprinz Rudolf zu vermitteln sucht. Die Eröffnung am 18. Mai um 16 Uhr wird niemand Geringerer als Erzherzog Michael Salvator Habsburg-Lothringen, dessen Großonkel Kronprinz Rudolf war, eröffnen – er ist der Urenkel Kaiser Franz Josefs, des Namensgebers des Museums.

Im Berndorfer krupp stadt museum wird am 18. und 19. Mai von 15 bis 17 Uhr zur 1. Themenführung unter dem Titel „Am Anfang war St. Veit“ geladen. Kulturstadtrat Erich Christian Rudolf erzählt: „Unsere vier Ortsteile – Berndorf/Stadt, St. Veit, Ödlitz und Veitsau – sind jeder für sich anders, und leisten ihren Beitrag dazu, dass sich unsere Gemeinde zu einem der schönsten Lebensräume in der Region um Wien entwickelt hat. Wir laden Sie herzlich dazu ein, einmal unseren Wohnort mit anderen Augen zu sehen.“ Treffpunkt ist vor der Volksschule St. Veit.

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