Natur: Appell, die Regeln einzuhalten. Bauernkammer mahnt angesichts der Bewirtschaftung Naturbesuche mit Bedacht ein.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 12. März 2021 (04:34)
Landesjägermeister Josef Pröll beim Verteilen von Informationsmaterial an Ausflügler.
G. Schneider, G. Schneider

Viele Menschen nutzen die Wiesen- und Wälder des Bezirkes, um Erholung zu suchen. Aufgrund der durch den Corona-Lockdown bedingten Einschränkungen zieht es viele Erholungssuchende in die Natur. Bezirksbauernkammerobmann Johann Krammel appelliert, sich mit Umsicht und unter Beachtung der Regeln im Wald und Flur aufzuhalten. Denn die Holzarbeiten im Wald und die beginnenden Feldarbeiten führen zu verstärktem Verkehr mit Traktor-gezogenen Arbeitsmaschinen.

Bezirksbauernkammerobmann Johann Krammel.
NOEN, Daniel Fenz

„Nach den Wochen der Ausgangsbeschränkungen fällt vielen Menschen die Decke auf den Kopf. Ich verstehe jeden, den es in Niederösterreichs wunderschöne Wälder zieht. Aber der Wald ist auch Arbeitsraum für Land- und Forstwirte sowie Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Wir bitten daher, alle Aktivitäten mit viel Bedacht und Verantwortungsbewusstsein mit dem Wissen zu setzen, dass wir in den heimischen Wäldern nur zu Gast sind“, betont Krammel. Nicht nur die Bewirtschafter der Flächen müssen bestimmte Regeln beachten. Es ist auch jeder Erholungssuchende aufgefordert, auf den Wegen und Mountainbike-Routen zu bleiben und gesetzlich festgelegte Betretungsbeschränkungen einzuhalten. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen stellen Privateigentum dar, welches von den örtlichen Bauern bewirtschaftet wird. Das Parken der Autos sollte nur dort erfolgen, wo es die Straßenverkehrsordnung vorsieht.

Die Wiesen und Weiden liefern hochwertiges Futter für Rinder, Schafe und Pferde – gerade der erste Aufwuchs im Frühjahr bilde die Basis der Tierernährung. Eine Verschmutzung mit Hundekot oder das Niedertrampeln der jungen Gräser beinträchtige die Futterqualität. „Wenn sich jeder Besucher bedachtsam verhält, steht einem erholsamen Erlebnis in unserer Landschaft nichts im Wege“, ist Krammel überzeugt.

Auch Niederösterreichs Jäger sind um ein gutes Miteinander bemüht. Der NÖ Jagdverband hat die sechs wichtigsten Verhaltensregeln für Freizeitnutzer zusammengestellt:

  • Auf (Forst-)Straßen oder markierten Routen bleiben.
  • Hund an die Leine.
  • Untertags und nicht in der Nacht in der Natur aufhalten und ruhig verhalten.
  • Möglichst selten mit Drohne oder Paragleiter fliegen und ausreichend Abstand halten.
  • Betretungsverbot von Fütterungsbereichen beachten.
  • Müll nach Hause nehmen.
  • Denn die Unruhe durch Menschen veranlasst Wildtiere, oft kilometerweit zu flüchten. Diese Kraftanstrengung verschlingt enorme Energiereserven, die dem Wild fehlen, um zu überleben.