Polizist bei Rangelei schwer verletzt. Zwei Männer mussten sich wegen zahlreicher Einbrüche verantworten. Bei einer Verhaftung wurde ein Polizist verletzt.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 04. Mai 2018 (05:37)
Die beiden Männer vor Verhandlungsbeginn.
NOEN, Steinbock

Acht bis neun Taten gaben die beiden Angeklagten vor Gericht zu, 14 waren angeklagt. Wo sie allerdings eingebrochen sind oder es zumindest versuchten, wussten sie nicht mehr so genau. Denn: „Wir kennen uns hier nicht aus!“

Die zwei Albaner, 23 und 24 Jahre alt, haben sich Anfang Dezember in Wien in einer Pension aufgehalten und sind „mit dem Zug bis dorthin gefahren, wo Einfamilienhäuser zu sehen waren“, so der Erstangeklagte. Danach haben sie, so die Staatsanwaltschaft, mit einem Schraubenschlüssel oder Stein versucht, Terrassentüren, Fenster oder Kellerfenster einzuschlagen. Dabei wurden unter anderem am 10. Dezember bei zwei Einbrüchen in Pfaffstätten Bargeld, Schmuck und Kleidung im Wert von 1.700 Euro erbeutet.

Polizist wurde bei Rangelei verletzt

In Felixdorf erbeuteten sie am 12. Dezember letzten Jahres Bargeld, Schmuckstücke und Golddukaten im Wert von 2.200 Euro. Bevor sie am 16. Dezember in Brunn auf frischer Tat ertappt wurden, konnten sie dort noch Schmuck und Bargeld in der Höhe von 200 Euro erbeuten. Ein Mann wurde noch nahe des Tatortes von der Polizei erwischt. Bei seiner Verhaftung wurde ein Polizist bei der Rangelei durch einen Sturz schwer an der Schulter verletzt. Der 24-Jährige: „Das wollte ich nicht, es tut mir leid!“

Der zweite Täter wurde in Wien in der Pension verhaftet. Ebenfalls unter viel Gegenwehr, sodass die Beamten sogar Pfefferspray einsetzen mussten. In ihrem Pensionszimmer wurde die Beute gefunden, wobei auch Goldketten, Armbänder und Ringe dabei sind, die nicht den Opfern der angeklagten Einbrüche gehören.

Der 23-Jährige wurde vor Gericht zu drei Jahren Haft verurteilt, sein Komplize zu drei Jahren und drei Monaten. Beide Urteile sind aktuell noch nicht rechtskräftig.