Schwierige Löscharbeiten bei Waldbrand in Furth a.d.Triesting

Erstellt am 17. August 2022 | 13:26
Lesezeit: 4 Min
Stundenlang standen Feuerwehreinsatzkräfte Dienstagnachmittags im Bezirk Baden bei einem Waldbrand im Löscheinsatz.
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An einem Felsgrat auf über 800 Höhenmeter im Waldgebiet von Furth an der Triesting war ein Brand ausgebrochen.

Knapp 1 ha Waldboden des Schwarzkiefernwaldes, bei der sogenannten „Steinwand“, sind im alpinen Gelände in Flammen gestanden. Durch ein perfektes Zusammenspiel von Zivilpersonen und den Einsatzkräften konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Vater und Sohn die in diesem Bereich auch ein Waldgebiet besitzen endeckten den Brand, schlugen sofort Alarm und machten sich auf den Weg um die genaue Örtlichkeit herauszufinden. Diese waren es dann auch um der alarmierten Freiwilligen Feuerwehr wertvolle Hinweise geben zu können bzw. an die genaue Einsatzstelle zu losten. Um jedoch dort hinzugelangen musste zuerst eine sehr lange Wegstrecke über Forststraßen und sehr schmalen Waldwegen zurückgelegt werden.  Gerade für die Fahrer der Tanklöschfahrzeuge war es eine extreme Herausforderung und bewiesen dabei besonderes Geschick, um diese tonnenschweren Einsatzfahrzeuge im alpinen Gelände nahe an die Einsatzstelle zu bringen. Wenn man es nicht selber gesehen hat, würde man es gar nicht glauben wo sie da gefahren sind. Für die letzte Wegstrecke mussten dann noch mehrere Schläuche verlegt werden.

Bis zum Eintreffen der freiwilligen Feuerwehrleute aus Furth und Altenmarkt an der Triesting, sowie aus dem Nachbarbezirk Wr. Neustadt, die ebenfalls alarmierte FF Thal, konnte der Vater und Sohn mit Schanzwerkzeug wertvolle Hilfe leisten um die Flammen einzudämmen. Gerade zu einer Zeit wo der Waldboden aufgrund der langen Hitzeperiode total ausgetrocknet ist, wäre die Brandfläche mit Sicherheit noch größer gewesen. Mittels den Tanklöschfahrzeugen wurde im Pendelverkehr das benötigte Löschwasser an die Einsatzstelle gebracht. Hierfür musste jedoch fürs Wasseraufnehmen jedes Mal die sehr lange Wegstrecke über die Waldwege bis in die Ortschaft immer wieder zurückgelegt werden. Mit Unterstützung einer Wärmebildkamera der Feuerwehr gelang es am Waldboden auch noch die versteckten Glutnester aufzuspüren. Da auch brennende Baumteile in den Steilhang über der dortigen Felswand herabstürzten und weitere Brände auslöste, musste für diese Löscharbeiten von der Einsatzleitung auch die Höhenrettungsgruppe der FF Baden Weikersdorf nachalarmiert werden.


Seiltechnik-Einheit übernahm Brandbekämpfung auf Felswand

Diese spezielle Einheit innerhalb der Feuerwehr ist eigens geschult und besonders in Seiltechnik ausgebildet. Nach Eintreffen und Einweisung übernahmen sie dann auch die Brandbekämpfung in der „Vertikale“ bzw. im fast senkrechtem Felsgelände. Hierfür seilten sich zwei der Spezialisten ab, wo sie dann mit den mitgeführten D-Löschleitungen direkt mehrere Glutnester ablöschen konnten. Zusätzlich wurde auch der Bergrettungsdienst (Triestingtal und Pernitz) zur Unterstützung angefordert. Ein alarmiertes Rettungsteam stand ebenfalls in Bereitschaft. Nachdem die Löscharbeiten im Steilhang abgeschlossen waren, hatten noch Einsatzkräfte der FF Furth mit einem Fuß-Trupp unter der Felswand eine weitere Erkundung durchgeführt, um sicherzustellen, dass sich dort keine Glutnester mehr befinden. Eine Brandwache verblieb noch bis zum Einbruch der Dunkelheit vor Ort. Warum es zu dem Brand kam ist nicht bekannt.

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