Strafen für Luxusautodiebe. Vier Personen – drei Männer und eine Frau – bekamen Haftstrafen, Freispruch für 2. Frau.

Erstellt am 18. Oktober 2018 (05:00)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild
welcomia/Shutterstock.com

Wie berichtet, standen drei Männer und zwei Frauen aus Polen vor Gericht, weil sie 18 Luxusautos gestohlen und zwei weitere Versuche gemacht haben sollen. Dabei entstand ein Schaden von rund 1,7 Millionen Euro.

Laut Staatsanwaltschaft gelangen die Diebstähle per Funkstreckenverlängerer. Mit diesem Gerät wird das Signal des „Autoschlüssels“ – diese Pkw sind alle ohne Schlüssel zu öffnen und zu starten – während der Besitzer schläft, im Haus abgerufen und an einen Komplizen direkt beim Auto gesandt. „Wenn am Morgen die Besitzer merken, dass ihr Auto weg ist, befindet sich dieses schon außerhalb der EU-Region oder ist in Einzelteile zerlegt“, so Staatsanwalt Udo Kremnitzer. Die Männer sollen die Diebstähle durchgeführt, die Frauen dabei geholfen haben. Eine Mutter von zwei kleinen Kindern soll den Erstangeklagten, ihren Cousin, zum Auskundschaften, etwa durch die Gegend von Unterwaltersdorf, kutschiert und nachts die Männer zu den Tatorten gefahren haben. Die Zweite soll ihre Wohnung zur Verfügung gestellt haben. Vier Angeklagte bekannten sich „teilweise schuldig“, nur die Wohnungsbesitzerin gab an, nicht schuldig zu sein, weil sie von den Diebstählen nichts gewusst habe.

Die Wohnungsbesitzerin wurde freigesprochen, die andere Frau zu 24 Monaten Haft verurteilt, der Erstangeklagte bekam fünfeinhalb Jahre Haft und der Zweit- und der Viertangeklagte 18 Monate – nicht rechtskräftig.