Wegen Frust im Job: Autos mit Heurigenbank demoliert. Der Nachhauseweg in bad Vöslau wurde für einen Betrunkenen ein Ventil, seinen Ärger loszuwerden, allerdings auf Kosten anderer.

Von Brigitte Steinbock. Erstellt am 16. Februar 2020 (03:00)
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Weil er am 18. August beim Stadtfest in Bad Vöslau sechs Autos mit einer Heurigenbank beschädigt und außerdem die Glasscheibe einer Haustür eingeschlagen haben soll, musste sich ein 26-jähriger Badener nun vor Gericht verantworten. Außerdem soll der Mann zwei Zeugen bedroht und einem Zeugen einen abgebrochenen Besenstiel nachgeworfen haben.

Der Mann bekannte sich schuldig, gab aber auch gleich an, dass er einen „völligen Filmriss“ gehabt habe. Er könne sich erinnern, dass er nach dem Besuch des Weinfestes in Pfaffstätten noch mit dem Hund einen Spaziergang machte und dabei beim Stadtfest in Bad Vöslau landete. Beim Fest zuvor in Pfaffstätten habe er „acht bis zehn Spritzer“ getrunken, was er danach beim Stadtfest konsumiert hat, weiß er nicht mehr. „Ich trinke normal nicht viel.“ Er könne sich nur noch erinnern, mit „Holzgegenständen und einer Fahrradpumpe herum geschossen zu haben“.

Streit mit Freundin und Frust im Job als Auslöser

Als Grund nannte der Mann einerseits einen Streit mit seiner Lebensgefährtin und andererseits den Frust im Job, weil er dauernd auf Reisen sei und nie daheim. Das sei auch der Grund für den Streit gewesen. Den Schaden an den Autos hat der Angeklagte bereits wieder gut gemacht. Er muss nun 160 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten, kam aber ohne Verurteilung davon.