Unterricht endet nach 43 Jahren. Die gebürtige Badenerin Monika Dornhofer kann auf eine erfolgreiche & lange Karriere im Schulwesen zurückblicken.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 14. Juli 2021 (04:36)
Dworak

Bezirksschulinspektorin, Pflichtschulinspektorin, jetzt Schulqualitätsmanagerin: Monika Dornhofer hat alle Funktionsbezeichnungen durchgemacht und tritt nach 43 Jahren als Pädagogin ab Dezember ihren Ruhestand an. Abzüglich des noch offenen Urlaubs wird sie allerdings ab August nicht mehr aktiv sein.

Die gebürtige Bruckerin hat in der elterlichen Kohlberger-Greißler am Hauptplatz mitgeholfen und nach der Matura 1976 im Brucker Gymnasium den Weg Richtung Baden (Pädagogische Hochschule NÖ) eingeschlagen. Nach der Lehramtsprüfung (1978) ging’s für Dornhofer ins Poly Kottingbrunn, danach in die Volksschule Pfarrplatz in Baden, deren Leitung sie schlussendlich bis 2014 innehatte. „Es ist gelungen, das Gebäude in dieser Zeit um etwa 10 Millionen Euro zu modernisieren. Und wir haben die Einser- und Zweierschule zusammengeführt“, berichtet Dornhofer.

30 Jahre engagierte sie sich zudem in der Personalvertretung im Bezirk und im Land, war 14 Jahre lang Badener Bezirksvorsitzende der Pflichtschullehrer, fungierte von 2005 bis 2015 als ÖVP-Gemeinderätin (Bildung, Kultur, Umwelt) in Baden und war Vorstandsmitglied der Hospizbewegung Baden.

2014 wechselte Dornhofer in die „Bildungsregion 5 – Baden“ (Außenstelle der Bildungsdirektion NÖ), die für die Bezirke Bruck/Leitha, Mödling und Baden zuständig ist. 35 Schulen und über 1.000 Lehrerinnen und Lehrer fielen in Dornhofers Wirkungsbereich, in ihrer Ära „wurden in nicht weniger als 22 Schulen neue Leiterposten besetzt“.
In ihren 43 Dienstjahren habe sich „die Pädagogik total gedreht. Der Lehrer ist zum Coach geworden, die Kinder wurden selbstständiger. Nach wie vor ist wichtig, die Schüler dort abzuholen, wo sie stehen. Man darf nicht alle über einen Kamm scheren“. Was sie sich noch wünschen würde, sei, dass „die Schulautonomie von Direktoren und Lehrern noch kreativer angelegt wird“. Der Abschied aus dem Berufsleben falle ihr nicht leicht, macht Dornhofer im NÖN-Gespräch deutlich: „Natürlich ist Wehmut dabei, sonst hätte ich 43 Jahre lang beruflich das Falsche gemacht.“

Albin Schuller übernimmt Agenden

Vorübergehend mit Dornhofers Agenden betraut ist Albin Schuller (32), dann wird der Posten ausgeschrieben. Der gebürtige Steirer und doppelte Magister hat Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte studiert.

Albin Schuller übernimmt vorerst Dornhofers Agenden.
Monihart, Monihart

Sechs Jahre hat er an der HTL seiner Wohnsitzgemeinde Wr. Neustadt unterrichtet, im März des Vorjahres wechselte Schuller als Schulqualitätsmanager in die Bildungsregion 5-Außenstelle: „Ich habe das Dekret am selben Tag bekommen, als der Lockdown verkündet wurde“, hätte sich Schuller einen besseren Start gewünscht. Dennoch habe er sich als „Corona-Manager“ einen Namen gemacht, lobte Dornhofer: „Er hat in dieser schweren Zeit tolle Arbeit geleistet.“