Honig für Trumau. Die Marktgemeinde geht in Sachen Bienenschutz neue Wege und wird zur ersten bienenfreundlichen Gemeinde in Niederösterreich.

Erstellt am 28. März 2018 (18:56)
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In Österreich gibt es neben der allseits bekannten Honigbiene fast 700 verschiedene Wildbienenarten. Durch den Einsatz von Pestiziden und der „Bereinigung“ der Landschaft und Privatgärten finden Bienen heutzutage nicht mehr genug Nahrung und Nistplätze. Viele Bienenarten gelten deshalb als gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht.

Die Marktgemeinde Trumau will ihren Teil dazu beitragen, dies zu verhindern. Aus diesem Grund wurde im Vorjahr beschlossen, zur ersten „Bienenfreundlichen Gemeinde“ Niederösterreichs zu werden. Diesen Weg geht die Gemeinde gemeinsam mit der Umweltorganisation „GLOBAL 2000“. Die Vorsitzende des Umweltausschusses, geschäftsführende SP-Gemeinderätin Kerstin Bieringer und ihr Team luden dazu die Bevölkerung zu einer Infoveranstaltung ins Rathaus.

„Wollen Bewusstsein in Bevölkerung schaffen“

„Uns geht es darum Bewusstsein zu schaffen. Deshalb gehen wir aktiv auf die privaten Gärtner des Ortes persönlich zu und arbeiteten zusätzlich eine Infobroschüre aus, die wir bis zum Frühsommer kostenlos allen Haushalten zur Verfügung stellen werden“, so Bieringer.

Bürgermeister Andreas Kollross (SPÖ) nahm Bezug auf die Verantwortung der Gemeinde: „Bienen haben keine Lobby. Deshalb bin ich davon begeistert, dass wir diese Verantwortung jetzt als Gemeinde übernehmen. Bereits seit mehr als zwei Jahren verzichten wir auf allen Gemeindeflächen gänzlich auf das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat. Nun erarbeiten wir innovative Lösungen, wie das Ortsbild noch bunter, vielfältiger und bienenfreundlicher wird.“

Im Rahmen des Projektes soll zukünftig auch Trumauer Honig erhältlich sein, der dann im „Fairtrade-Laden“ im Gemeindeamt verkauft werden soll. Erste Kostproben gab es bereits bei der Infoveranstaltung.