Rund 15 Kälte-Anrufe während klirrender Kälte. Mehrmals klingelte das Kältetelefon in Traiskirchen. Stadtchef wünscht sich, dass es bei Kälte in jedem Bezirk Notschlafstellen gibt.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 08. März 2018 (14:54)
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Technischer Leiter SPÖ-Stadtrat Erwin Mücke, SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler und Dienststellenleiter Franz Stippl
Stadtgemeinde Traiskirchen

Klirrende Kälte in der Vorwoche im ganzen Land! Grund genug für die Stadtgemeinde, in Zusammenarbeit mit dem städtischen Arbeiter- und Samariterbund eine Kältehotline für obdachlose Menschen einzurichten. „Hier geht es um Menschen, die wir vor den dramatischen Auswirkungen der kalten Nächte schützen müssen“, erklärte Initiator, SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler die Idee dahinter. Via Internet und Medien verbreitete sich die Nachricht schnell...

„Über die härtesten drei Tage waren es um die 15 Anrufe“

...und das Angebot, beim Kältetelefon anzurufen, das wurde einige Male genutzt, wie Andreas Babler am Sonntag der NÖN gegenüber erklärt. „Über die härtesten drei Tage waren es um die 15 Anrufe“, erklärt er. Zwar sei die Notschlafstelle, die beim Samariterbund eingerichtet worden war – mit Duschmöglichkeit, Toilette und Betten – nicht gebraucht worden, für Babler war die Aktion trotzdem goldrichtig: „Weil alleine die Einsätze vor Ort wichtig waren, wo geschaut wurde, ob den Menschen etwas fehlt.“

Aufgrund der Anrufe ist Babler überzeugt, die Aktion auch künftig wieder ins Leben zu rufen, wenn es die Situation erfordert. „Und mein Appell ist schon, dass es ein solches Angebot in jedem Bezirk geben sollte. Am Besten wäre es natürlich, wenn das Land dies koordinieren würde“, schlägt der Stadtchef vor. „Es gibt in jeder größeren Gemeinde oder Stadt die Möglichkeit, eine Stelle einzurichten – da braucht es ja gar nicht so viel, außer Waschmöglichkeiten, ein WC und Feldbetten“, schließt der Bürgermeister seinen Appell.