„Bin Nummer 1 für Gemeinderatswahl“

Erstellt am 17. März 2014 | 23:59
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Web-Artikel 43018
Foto: NOEN, Grüne
BADEN / Vizebürgermeisterin Helga Krismer, Grüne Klubchefin
im Landtag, über die Unterschiede zwischen Baden und St. Pölten.
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Von Stefan Jedlicka

Die Zeit ist knapper geworden für Vizebürgermeisterin Helga Krismer. Seit 1. Jänner hat sich ihr Fokus als Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag weiter nach St. Pölten verlagert. Abstriche in Baden wolle sie dennoch keine machen, betont sie im NÖN-Gespräch.

NÖN: Wie stark hat sich das Leben seit 1. Jänner verändert?
Helga Krismer: „Es ist wesentlich mehr Verantwortung. Es sind wesentlich mehr Termine. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich das was ich bisher schon gemacht habe, nicht aufgeben will. Das fordert mich im Moment schon sehr.“

Das heißt, Sie bleiben auch weiterhin Vizebürgermeisterin und Bezirkssprecherin?
Krismer: Ich denke, es ist sinnvoll, dass ich Bezirkssprecherin bleibe. Die Organisation liegt da voll und ganz bei Geschäftsführerin Andrea Kinzer. Und ich will auch ganz klar wieder als Nummer 1 in die Gemeinderatswahl 2015 gehen.

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Helga Krismer, Klubchefin der Grünen im NÖ Landtag.
Foto: NOEN, Grüne

Aber es bleibt unterm Strich weniger Zeit für Baden.
Krismer: Also ich habe zum Beispiel an den Parteiengesprächen zur Vorbereitung der nächsten Gemeinderatssitzung teilgenommen. Da waren nicht alle Fraktionen vertreten. Tagsüber gibt es natürlich Termine im Stundentakt, aber abends bin ich meistens in Baden. Ich ziehe nicht mit dem Tross aus Landesregierung und Society durch NÖ. Das bringt mir nichts.

Wie viel mehr müssen die Kolleginnen und Kollegen abnehmen?
Krismer: Es ist weniger, dass ich mit meinen Terminen in Baden nicht zurechtkommen würde. Das ist alles so eingespielt, das ist kein Problem. Es geht mir eher darum, dass ich substantiell und inhaltlich arbeiten möchte. Und da muss ich mehr an andere abgeben. Aber meine Kernbereiche – Finanzen, Bürgerinitiativen und Umweltschutz – kann man nicht so schnell einmal an einem Abend erledigen. Da geht es um schwierige Materie.

Also sind auch die Erwartungen an Sie gestiegen?
Krismer: Ja absolut. Ich sitze viel mit Bürgerinitiativen zusammen, übernehme Themen, muss mich einarbeiten und gebe dann Arbeitsaufträge weiter.

Wie viel Zeit bleibt da noch für Mann und Sohn?
Krismer: Das funktioniert gut. Mein Mann hat als Selbstständiger jetzt mehr Flexibiltät, kann von zuhause arbeiten und kümmert sich um unseren Sohn. Wir nutzen die gemeinsamen Wochenenden so gut es geht.

Was ist der Unterschied zwischen Kurt Staska und Erwin Pröll?
Krismer: Mit Kurt Staska sitze ich als Koalitionspartner wöchentlich mindestens zwei Stunden zusammen, um gemeinsame Themen zu besprechen. Wir haben ein ausgezeichnetes Verhältnis. So weit bin ich mit Erwin Pröll noch nicht. (lacht) Natürlich ist auch die Form der Zusammenarbeit eine andere.

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