Wegen Corona: Bühne Baden sagte alles ab

Die Bühne Baden hat bis 4. März alles abgesagt, ob man dann spielen darf, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. 

Erstellt am 27. Januar 2021 | 03:24
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Franz Josef Koepp spielte in Anatevka den Rabbi. Momentan wartet das Ensemble auf eine Wiederaufnahme – wann gespielt wird, weiß momentan keiner.
Foto: Husar

Eigentlich sind im Kunst- und Kulturbetrieb Verlängerungen gern gesehen, zeigt es doch, dass es dem Publikum gefallen hat und es mehr davon möchte: verlängert wird entweder eine Ausstellung, ein Theaterstück oder ein Konzert. Die Bedeutung einer Verlängerung hat sich allerdings in Corona-Zeit zum Negativen gewandelt.

„Die Lockdown-Verlängerungen begleiten uns leider auch weiterhin“, heißt es vonseiten der Bühne Baden, wo man nun gleich bis 4. März sämtliche Veranstaltungen und Aufführungen abgesagt hat.

Das ist ein herber Einschnitt für die Kulturschaffenden und ob es am 5. März wirklich losgehen kann, „das werden erst die kommenden Pandemie-Wochen zeigen“, heißt es in einer Aussendung weiter. Trotzdem versucht man, den Optimismus hoch zuhalten und als kleines Trostpflaster wird der Stream vom diesjährigen Silvesterkonzert vom 5. bis 12. Februar (jeweils 19 Uhr), auf der Website der Bühne Baden bzw. auf dem YouTube-Kanal der Bühne Baden wiederholt.

Aber ist wirklich alles still im Theater, was spielt sich hinter den Kulissen ab? „Nichts, wir sind alle im Homeoffice“, sagt Eva Morineau, Kulturvermittlerin der Bühne Baden. Das Haus steht leer, „wir stehen alle in den Startlöchern“.

Proben könnten ab Februar beginnen. Geplant sind auch einige Streams, „wir haben da einige Sachen in der Pipeline, aber wir wissen einfach gar nichts, wann wir starten können und unter welchen Rahmenbedingungen“, gibt Morineau zu. Und wie schaut es im Sommer aus? „Ja, da wollen wir all das spielen, was auch am Spielplan steht“ – etwa „Eine Nacht in Venedig“ (Premiere: 18. Juni), das Musical „Neun“ (Premiere: 9. Juli) von Arthur Kopit und Maury Yeston und die Operette „Eva“ (Premiere: 30. Juli) von Franz Lehár. Weiters sind geplant Gastspiele des Landestheaters Niederösterreich, der Tanzkurs „Mamma Mia“ (14. August) in der Sommerarena mit Party im Anschluss – aber ob das alles stattfinden wird, steht in den Sternen…