Witty zieht in Baden Bilanz. Die zurückgetretene Klubobfrau der Bürgerliste „wir badener“ zieht über ihre Arbeit ein positives Resümmee.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 14. Februar 2020 (03:02)
Christine Witty von „wir badener“ zieht sich aus Politik zurück.
privat

Der 1. November 2004, als Jowi Trenner im Café Central seinen Entschluss bekannt gab, eine Bürgerliste zu gründen, sei ein denkwürdiger Tag gewesen. Die Entscheidung habe viel Aufmerksamkeit erregt, „das Interesse der Wähler, Journalisten und natürlich auch der politischen Mitbewerber war auf unserer Seite“, erinnert sich Christine Witty.
Die allgemeine Annahme sei gewesen, dass „wir badener“ zwei Mandate schaffen würde. „Geworden sind es am 6. März 2005 schließlich fünf“, freut sich Witty im Rückblick noch heute. Das sei ein beachtlicher Erfolg gewesen.

Witty meint: „2010 haben wir durch unseren Zugewinn von zwei Mandaten die Absolute der ÖVP gesprengt. Das Highlight gab es dann 2015, als Altbürgermeister August Breininger an der Spitze von ‚wir badener‘ kandidierte.“ Als großen Erfolg wertet es Witty, dass die Bürgerliste 2009 sich sehr für die Rettung der Erholungsoase Doblhoffpark stark machte und für den Erhalt des Hauptpostamtes im Jahr 2015 6000 Unterschriften sammelte. Positiv bewertet Witty auch „die Weiterentwicklung Badens zu einer Beethoven-Stadt, wie sie die Bürgerliste bereits vor mehr als zehn Jahren beantragt hat“.

Weniger erfreulich sei die politische Ausgrenzung der Bürgerliste durch die ÖVP seit 2010 gewesen.

Für die Zukunft Badens wünscht sie sich „mutige politische Verantwortungsträger mit Wissen, Willen und Weitblick, die unserer Stadt unter Bürgereinbindung wieder zu jener Größe verhelfen, die sie einmal gehabt hat und die sie redlich verdient“.