35-jähriges Priesterjubiläum für Pfarrer Garwol. Als Pfarrer Marian Garwol das erste Mal in Blumau war, wollte er nichts wie weg. Gott hat seine Pläne geändert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 28. Juni 2020 (05:10)
Bürgermeister René Klimes, Pfarrer Marian Garwol und Gemeinderätin Maria Lenk beim 35-jährigen Priesterjubiläum des beliebten Seelsorgers.
Sonja Pohl

„Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, dann erzähl ihm von deinen Plänen“, dieser Spruch trifft sehr auf die Lebensgestaltung von Pfarrer Marian Garwol zu. Der aus Polen stammende Priester wurde am 21. Mai 1985 in Posen zum Priester geweiht.

Genau 35 Jahre später, am 21. Mai 2020, feierte Garwol sein 35-jähriges Priesterjubiläum in Blumau-Neurisshof, allerdings Corona-bedingt in einem sehr kleinen Kreis.

„Es war eine schöne Festmesse mit einer sehr verbindenden kirchlichen Feier“, erinnert sich Garwol an die Feier zurück, an der auch Bürgermeister René Klimes, PUL-Aktiv, teilnahm.

Gratulationen werden bis heute überbracht

Jetzt, nach der Aufhebung der Ausgangsbeschränkung und den Lockerungen katholische Gottesdienste betreffend, gratulierten viele Gemeindebürger ihrem Pfarrer, auch eine Torte durfte nicht fehlen.

Garwol erzählt: „Exakt 46 Gläubige dürfen derzeit miteinander Messe feiern, Weihwasser und Friedensgruß sind tabu.“

Der 1959 in Stary Sacz in Südpolen geborene Marian Garwol war bereits mit viereinhalb Jahren als Ministrant aktiv und trat nach seiner Matura in Posen in das Priesterseminar ein. Dort wurde er 1985 zum Priester geweiht und kam erst nach Deutschland und dann nach Österreich, wo er zuerst in Mannersdorf tätig war, ehe er nach Blumau-Neurißhof kam.

Er erinnert sich: „Als ich in Blumau-Neurißhof ankam, dachte ich eigentlich: Nein, hier bleibe ich nicht. Die Kirche im Ortsteil Blumau war geschlossen, jene in Neurißhof komplett devastiert.“

Umso herzlicher waren aber die Menschen, die ihn in ihre Mitte nahmen. „Also bin ich geblieben und wir haben uns auch gemeinsam mit meinen polnischen Freunden, mit welchen ich in der Kirche übrigens einmal im Monat eine Messe feiere, ansWerk gemacht“, erzählt er.

In Eigenregie wurden die Sakristei, die kleine Kapelle und mithilfe von Spenden die Räume im ersten Stock renoviert. Die Kirche selbst erhielt einen neuen Bodenbelag, eine neue Stiege und ein Kreuz über dem Portal zum Gotteshaus.

Bei all seinem Tun steht Garwol ein starker Pfarrgemeinderat mit Rat und Tat zur Seite.

Zu seinem Seelsorgegebiet gehört auch die Pfarre in Günselsdorf und jene in Teesdorf. Froh über das gute Miteinander ist auch Bürgermeister René Klimes, „denn wann auch immer wir ein Fest in der Gemeinde feiern, einen Neubau oder ein Feuerwehrauto übergeben, auf Marian Garwols Segen ist immer Verlass.“