Streit um Zugang zu Wohnhaus

Erstellt am 15. Juli 2022 | 04:14
Lesezeit: 2 Min
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Foto vom Stiegenhaus-Eingang in der Hauptallee 10, dessen Zugang durch die Gemeinde Blumau für die Hausbesitzer nun gesperrt ist.
Foto: Lenger
Nachbar sieht sich ungerecht behandelt, Bürgermeister stellt klar: „Alles rechtens!“
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„Meine Familie hat das Objekt der ehemaligen Schule vor mehr als 20 Jahren erworben“, berichtet Manfred Schneider. Seit so vielen Jahren nutze er auch die öffentliche Fläche daneben, die bis vor kurzem den Kalasantinerorden gehörte, als Parkfläche und ging auch über den Grundstücksteil der Ordensgemeinschaft in sein Haus.

An die ehemalige Schule, die der Familie Schneider gehört, grenzt direkt die Kapelle samt Sakristei und Grundstück, die vor kurzem vom Orden an die Gemeinde Blumau-Neurißhof verschenkt wurde, die NÖN berichtete. „Plötzlich wurde von der Gemeinde ein Zaun errichtet, sodass ich nicht mehr in mein Haus kann“, ärgert sich der Schönauer. „Auf beide Objekte gibt es ein Veräußerungsverbot, daher kann die Gemeinde Blumau das Objekt gar nicht besitzen“, ist Schneider verärgert. Auch eine von ihm gelagerte Marmorplatte wurde bei Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück kürzlich beschädigt. Schneider habe bereits seinen Anwalt eingeschalten.

Anders sieht das Bürgermeister René Klimes (Liste PUL) aus Blumau-Neurißhof. „Wir haben das Gotteshaus samt Grundstück vom Orden geschenkt bekommen. Es wurden von unserem Anwalt bereits alle rechtlichen Schritte geprüft und abgewickelt.“ Ein Eintrag ins Grundbuch müsste in Kürze vollzogen sein, versichert er. „Auf das an uns übertragene Objekt gab es auch kein Veräußerungsverbot“, stellt Klimes klar. Seit einigen Jahren dürfte es zwischen der Gemeinde und dem Nachbarn Manfred Schneider immer wieder zu Konflikten gekommen sein. Daher wollte die Gemeinde mit einer Abgrenzung klare Fronten setzen. Weitere Konflikte scheinen vorprogrammiert zu sein.

Die Gemeinde möchte die Kirche künftig als Museum und für Veranstaltungen nutzen.

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