Trumau wird Lesegemeinde. Der Österreichische Buchklub der Jugend und die Gemeinde Trumau engagieren sich für das Lesen – und zwar für jedes Gemeindemitglied schon von Geburt an! Lesen fördern und Familien möglichst früh in die Leseförderung einzubeziehen, ist das Ziel der Aktion „Lesegemeinde Trumau“.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. Februar 2019 (11:01)
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Jedes Kind der Gemeinde erhält von Geburt an bis zum Ende der Volksschule zweimal im Jahr – jeweils rund um den Welttag des Buches im April und zu Weihnachten – ein Buch geschenkt. Jährlich gibt es 16 verschiedene Bücher, pro Altersstufe insgesamt zwei unterschiedliche Titel. Begleitend zu diesen rund 800 Büchern im Jahr, die vom Buchklub nach pädagogischen Kriterien ausgewählt werden, erhalten die Eltern Vorlesetipps sowie kreative Impulse zur Beschäftigung mit den Büchern zu Hause.

Schuleinschreiber erhalten zudem das Magazin „Komm mit in die Schule“ zum spielerischen Einstieg ins Lesen lernen. In der Volksschule soll das Buchklub-Lesetheater auf kreative Art die Leselust wecken und durch lautes Lesen das Selbstbewusstsein der Kinder stärken. „Wir wollen in der Gemeinde das Bewusstsein für die Bedeutung des Lesens wecken und dabei neben den SchülerInnen auch die Kinder unter sechs Jahren ansprechen“, so der Trumauer Bürgermeister Andreas Kollross. 

Alle wissenschaftlichen Studien belegen, dass das nahe Umfeld entscheidenden Einfluss darauf hat, ob ein Kind zum Leser wird. Dazu gehören neben Familie und Bekanntenkreis auch kommunale Einrichtungen. Dem Zusammenspiel von Familie, Kindergarten und Volksschule im kulturellen Umfeld der Gemeinde kommt daher zentrale Bedeutung zu. Fachleute bestätigen, dass besonders im Vorschulalter der Umgang mit Büchern und das Vorlesen essentiell sind für die Entwicklung der Kinder. Dies trifft schon auf die Kleinsten zu. 

In der aktuellen JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) 2018 zur Mediennutzung Jugendlicher heißt es: „Der Anteil derjenigen, die in ihrer Freizeit mindestens mehrmals pro Woche gedruckte Bücher lesen, beträgt seit etwa 20 Jahren rund 40 Prozent. Mit 16 Prozent ist jedoch jeder Sechste Nichtleser und beschäftigt sich in der Freizeit überhaupt nie mit Büchern.“ 

Buchklub-Geschäftsführerin Lydia Grünzweig betont: „Der Anteil an regelmäßigen Lesern ist trotz fortschreitender Digitalisierung konstant geblieben – sorgen wir dafür dass es so bleibt. Und: kümmern wir uns vor allem darum, dass die Anzahl der Nichtleser sinkt – und zwar von klein auf!“ 

Soll Ihre Gemeinde auch zur LESEGEMEINDE werden?

Der Österreichische Buchklub der Jugend entwickelt Programme und Angebote schon zur frühen Leseförderung von Kindern. Er gibt pädagogisch wertvolle Medien für Kinder sowie lesepädagogische Unterlagen für Erwachsene heraus.

Informationen bei  Isabella Barenscher, Österreichischer Buchklub der Jugend isabella.barenscher@buchklub.at | www.buchklub.at | www.facebook.com/buchklub